Jan Seghers – Partitur des Todes

Handwerklich perfekt, Geschichte nett. Trotz vieler Leichen irgendwie unblutig. Trotz der ekelhaften Nazithematik, dennoch leicht ertragbar. Ich kann es gerne und gut zum lesen empfehlen, da es gut unterhält. Für einen perfekten Krimi fehlt halt die Spannung.

 

Das erste Buch aus meiner Sammelbestellung bei Rebuy ist Jan Seghers – Partitur des Todes.

 

 

Zum Äußeren von Jan Seghers – Partitur des Todes:

 

Das Hardcoverbuch ziert eine Frau in rotem Kleid, wo man den Kopf nicht sieht. Autor, Titel, Roman, Verlag Wunderlich

 

Rückseite: Erben lässt sich auch der Tod. Sechzig Jahre lang glaubte George Hofmann alles vergessen zu können: seine Kindheit, seine Eltern, sein Heimatland. Doch dann übergibt man ihm auf einem kleinen Schloss bei Paris einen geheimnisvollen alten Umschlag. Darauf ein Name und als Absender das Wort „Ausschwitz“

 

Wenige Tage später geschieht in Frankfurt ein grauenvolles Verbrechen: Fünf Menschen sterben auf einem Schiff am Mainufer. Eine junge Journalistin verschwindet, in ihrem Besitz eine verschollen geglaubte Partitur. Dafür taucht ein Mann auf, den alle für tot hielten.

 

Während Hauptkommissar Marthaler fieberhaft ermittelt, konfrontiert ihn seine Freundin Tereza mit einer Neuigkeit, die sein Leben grundlegend verändern wird.

 

„Jan Seghers schreibt den perfekten Krimi.“ Der Tagesspiegel

 

 

 

 

Zum Innenleben von Jan Seghers – Partitur des Todes:

 

Im Innenklappcover wie immer eine weitere Zusammenfassung des Romans. Hinweis das das Buch ein Roman ist und alles frei erfunden. Ein Zitat von Fritz Mirau. 1. Auflage 01 2008, Ein Vorwort von William Faulkner aus Requium für eine Nonne. Dann beginnt das Buch mit dem ersten Teil auf Seite 9, Es endet dann auf Seite 472, es folgen noch 2 Seiten Nachschlagelektüre.

 

Im Heckklappcover dann ein farbiges Foto vom Autor und die Angaben Jan Seghers alias Matthias Altenburg wurde 1958 geboren. Der Schriftsteller, Kritiker und Essayist lebt in Frankfurt am Main. Nach dem Erfolg von „Ein allzu schönes Mädchen“ und „Die Braut im Schnee“ ist „Partitur des Todes“ sein dritter Kriminalroman. Besuchen Sie den Autor auf www.janseghers.de

 

 

 

Zum Roman Jan Seghers – Partitur des Todes:

 

Zu Beginn erleben wir wie die Eltern von Georges Hofmann von den Nazis verschleppt werden. Ihn hatten sie in Sicherheit gebracht. 60 Jahre später kommt er durch zu einem Zufall zu einem Interview und zum ersten mal bricht er sein Schweigen und gestattet sich doch an seine Eltern zu denken.

 

Durch diesen öffentlichen Auftritt bekommt er auf einmal eine Nachricht, mit der er nicht mehr gerechnet hätte: Sein toter Vater hat eine verloren geglaubte Partitur aus Ausschwitz retten können und diese Botschaft erreicht Georges. Er will das gar nicht weiter verfolgen, doch die Journalistin will ihm helfen, wittert die Story und Geld und sie begibt sich auf eine Reise um den Wert des Werkes zu erkunden.

 

Weiter geht die Handlung in Frankfurt. Auf einem Restaurantboot sind 5 Menschen kaltblütig ermordet worden. Eine weitere Person -später als französische Journalistin herausgefunden- wurde offensichtlich entführt.

 

Kommissar Marthaler ermittelt. Seine neue Chefin erscheint merkwürdig. Sie unterstützt aber intelligent und loyal jedoch den Kommissar und seine Truppe.

 

Doch so richtig finden sie keine Spur, aber es tauchen weitere Leichen auf und man muß sich fragen: Was ist das Motiv für die Tat? Warum wurde die Journalistin entführt?

 

Nach und nach erschließen sich Marthaler ein paar Spuren, aber seit seine Freundin ihm gebeichtet hat, das sie schwanger ist, lebt er eh in einer vollkommen neuen „Wir sind schwanger Welt“. Doch die weiteren Morde und die Entführung reissen ihn schnell wieder aus dieser Rosaroten Lilalaune Welt....

 

 

 

Meine Meinung zu Jan Seghers – Partitur des Todes:

 

Boay ey noch so ein Naziroman dachte ich am Anfang. OK sehr nett und unterhaltsam der Schreibstil. Nüchtern und doch ausschmückend genug, das man gerne bei der Stange bleibt, aber echt dieses Nazithema muß doch einfach irgendwann mal durch sein.

 

Dann der Schwenk nach Frankfurt und den Morden und ich denk mir noch „Häh, was ist mit dem Anfang des Buches.“ Doch damit kommt relativ der Bezug zum Beginn und somit ist im Endeffekt die Lösung schon geliefert.

 

Auf sehr unterhaltsamen gemächlichen Tempo läßt der Autor den Kommissar ermitteln. Und man sieht ihm gerne bei der Arbeit zu. Kein Haudrauf schlag mich tot und keiner der auf einmal mit einem „Ich hätte da noch mal eine Frage“ Trenchcoat um die Ecke kommt.

 

Fast 500 Seiten die locker und gerne in einer Woche runter gelesen habe. Aber ein Krimi lebt von der Spannung und von dem Anfang bis zur Lösung des Falls ist es leider ein sehr sehr kurzer Weg. Das Gefühl ein Fußballspiel zu sehen, wobei man das Ergebnis von Anfang an weiß, begleitet einen die ganze Zeit.

 

Auf der anderen Seite ist es auch mal ganz schön, einen Kommissar bei der Arbeit zu sein, der einfach seine Arbeit macht und kein kaputtes Familien- und oder Seelenleben hat.

 

Im besten Sinne Klolektüre klingt despiktirlich ist aber nett gemeint. Das kann man immer mal wieder mit Genuß lesen, da man eh weiß wie es ausgeht eilt es nicht. Aber weil es so angenehm geschrieben ist, liest man es auch gerne zu Ende.

 

 

 

Technische Details von Jan Seghers – Partitur des Todes:

 

Sex & Drugs: Sex 17x, Wangenkuss 5x, Stirnkuss 1x, Zigarette mit Marihuana 8x, Halskuss 1x Mentholzigarette 3x, Zigarette 8x, Vergewaltigung 4x, Kuss 6x, Kopfkuss 1x

 

Rock'n Roll: J.J. Cale 2x, Chatsschatzurjans Violinenkonzert 1x, Rory Galagher: Million Ways away 1x, Stevie Wonder: Sir Duke 1x, Kleiner dummer Walzer 1x, Bumsbudenmusik 4x, Beach Boys : Help me Rhonda 1x, Reggaemusik 1x

 

Getränkeliste: Kaffee 10x, Milchkaffee 1x, Espresso 3x, Wasser 5x, Wein 5x, Cappuccino 1x, Rotwein 1x, Mokka 1x, Cola 3x, Sekt 1x, Apfelwein 2x, Bier 3x, Mineralwasser 2x, Cote de Beaume 1x, Gin Tonic 1x, Flachmann 1x, Gin 2x, warme Milch 1x, Orangensaft 3x, Cognac 1x, Tee 1x

 

Leichen: Frau 30x +ca 18, Mann 18x, Zum Tode Verurteilte ca 10, Kind 1x, Naziopfer: Unzählige

 

Fortbewegungsmittel: Limousine 2x, kleiner Lieferwagen 1x, Wagen 11x, Taxi 9x, Skateboard 3x, Fahrrad 8x, Flugzeug 1x, Lastkahn 2x, Auto 31x, Rettungswagen 1x, Boote der Wasserschutzpolizei 1x, Zug 4x, U-Bahn 2x, Aufzug 2x, blaue Limousine 2x, Begleitfahrzeug 2x, Penichette 3x, Bus 1x, LKW 1x, grüner Opel 1x, Streifenwagen 6x, ICE 1x, Rolltreppe 2x, Hubschrauber 1x, Metro 1x, Straßenbahn 1x, Reisebus 1x, silberfarbener Audi TT 2x, VW California T5 3x, BMW 540i 3x, Mountainbike 2x, grauer Lieferwagen 1x, Großtaxi 1x, Volvo 3x, Kleintransporter 1x, Passagierflugzeug 1x, Einsatzfahrzeug 4x, Polizeihubschrauber 1x, Eurokopter 1x

 

 

 

Fazit zu Jan Seghers – Partitur des Todes:

 

 

Handwerklich perfekt, Geschichte nett. Trotz vieler Leichen irgendwie unblutig. Trotz der ekelhaften Nazithematik, dennoch leicht ertragbar. Ich kann es gerne und gut zum lesen empfehlen, da es gut unterhält. Für einen perfekten Krimi fehlt halt die Spannung.

 

Macht dann gerne 79 von 100 möglichen Punkten

Kommentar schreiben

Kommentare: 0