Nigel McCrery – Grau wie der Tod

Ein schnörkelloser Thriller, der von der ersten bis zur letzten Seite von seinem bösartigen bestialischen Killer dominiert wird. Chronologisch was ich sympathisch finde. Als Leser ist man auf dem Wissenstand der Ermittler und das Ende kommt dann schnell, endet aber auch schnell. Für Fans von blutigen Krimis a'la Karin Slaughter

 

Aus der Bibliothek unserer St.Mariä Empfängnis Kirche habe ich mal wieder ein gutes Werk getan und für 1 Euro das Taschenbuch Nigel McCrery – Grau wie der Tod aus der Krabbelkiste gekauft.

 

 

 

Zum Äußeren von Nigel McCrery – Grau wie der Tod:

 

Autor Titel, Verlag Knaur und Aufkleber: Brit Crime. Zu sehen ist eine graue Bulldogge mit merkwürdigen Farbklecksen.

 

Rückseite: 27 Schreie – 27 Schnitte! Eigentlich ist Detective Chief Inspector Mark Lapslie wegen seiner Synästhesie arbeitsunfähig. Immer wieder überfällt ihn diese neurologische Störung unkontrollierbar mit extremem Sinneseindrücken. Als er plötzliche eine anonyme Sound-Datei bekommt, auf der 27 Schreie einer gepeinigten Frau zu hören sind, hält er das zunächst für einen schlechten Scherz. Will ihn hier jemand wegen seiner Synästhesie auf die Probe stellen? Doch kurz darauf wird eine Frauenleiche gefunden, die 27 Schnitte aufweist...

 

Faszinierend spannend, abgründig ein britischer Krimi, wie er im Buche steht.

 

ISBN, Barcode, Preis 9,99 Euro, www.droemer-knaur.de

 

 

 

Innenleben von Nigel McCrery – Grau wie der Tod:

 

Über den Autor: Nigel McCrery, geboren 1953, war Polizist, bevor er in Cambridge ein Studium begann und anschließend Drehbücher für das britische Fernsehen schrieb. Mehrere der erfolgreichsten englischen TV- Krimiserien gehen auf sein Konto, darunter auch „Gerichtsmedizinerin Dr. Samantha Ryan“ (BBC).

 

Original 2010 als Scream, Copyright 2010, Dt.Erstausgabe September 2014

 

Widmung, dann startet das Buch mit einem Prolog auf Seite 7 und endet auf Seite 349, Danksagung

 

 

 

Zum Buch Nigel McCrery – Grau wie der Tod:

 

Im Buch stellt sich der Mörder seiner zukünftigen Leiche vor und als Leser könnte man da schon kotzen.

 

Anschließend lernen wir Mark Lapslie kennen. Er ist auf einer Konferenz wo er eh nicht sein will und als er die anonyme Sounddatei einer offensichtlich sterbenden Frau bekommt, hat er einen Grund abzureisen.

 

Zu Hause in London hat seine eifrige Kollegin Emma einen ungewöhnlichen Mordfall: Eine junge Frau ist grausam mit unzähligen (27) Schnitten zu Tode gekommen.

 

Zu diesem Zeitpunkt ahnen Mark und Emma noch nicht, das sie identische Farben haben. Erst als Emmas Freund, eine Unterweltsgröße, mit Mark das Revier markiert kommt zufällig der Zusammenhang hoch und Mark und Emma wissen, das sie einem psychopathischen Killer mit bestialischer Grausamkeit jagen.

 

Lapslie leider an Synästhesie, eine Krankheit die Sinneseindrücke unkontrolliert hochschwemmt und auf einer Selbsthilfegruppe trifft er einen Mann, wo später dessen Tochter offensichtlich der Schlüssel zum ersten Schritt für den Mörder wird.

 

Doch der Mörder ahnt den Hauch seiner Häscher und auf einmal schwebt Emma selbst in Lebensgefahr....!

 

 

 

Meine Meinung zu Nigel McCrery – Grau wie der Tod:

 

Ein Krimi wie Frauen ihn lieben. Ein extrem bestialischer Mörder. Der Autor beschreibt das so, das einem schlecht beim lesen wird, doch gnädigerweise verzichtet er dann (fast) auf die Details.

 

Das Gespann Mark und Emma ergänzt sich gut. Warum jetzt dieser Nebenplot mit der Unterweltgröße als Emmas Freund sein mußte, weiß ich allerdings nicht.

 

Die ganze Geschichte um die Krankheit Marks zu bauen, war mir in Summe auch zu viel, aber da es wichtig für die Auflösung des Falles war, ist das ok.

 

Generell ließ sich das Buch schnell und sehr gut lesen. Mir persönlich waren dann gerade gegen Ende zu viele Kommissare Zufall im Einsatz. Dafür wurde das Buch aber anders aufgelöst als gedacht, und das ist mir bislang eher selten vorgekommen.

 

Das Tempo stimmt: Der Mörder hat immer seinen Vorsprung und wir als Leser sind auf dem Wissenstand von Mark und Emma. Der Verdächtigenkreis engt sich zwar ein, aber so leicht kann es nicht sein und ist es auch nicht. Fast hätte der Autor sich noch ins Ökometier verzettelt, aber das war nur ein kurzer Ausflug, der verzeihbar ist, da er die Geschichte weiterbrachte.

 

Summa Sumarum kein Meisterwerk das man ein zweites mal lesen müßte, aber wenn der Roman durchgängig gut unterhalten hat, die Spannung fast immer hoch gehalten hat, ist das auf jeden Fall eine Empfehlung wert.

 

 

 

Technische Details von Nigel McCrery – Grau wie der Tod:

 

Sex & Drugs: Folter 5x, Wangenkuss 1x, Kuss 1x, Sex 1x

 

Rock'n Roll: Musiker mit Tablas Sirtars Dholakus, Reggae 1x, Disco Musik aus 70/80er 1x

 

Getränkeliste: Grüner Tee 2x, Tee 1x, Fassbier 1x, Bier 1x, Mineralwasser 1x, Kaffee 9x, Rotwein 1x,

 

Fortbewegungsmittel: Auto 45x, Moped 5x, Kleine Busse 5x, Jinglies 5x, Minibus 2x, Taxi 1x, Flugzeug 2x, Vauxhall Tigra 2x, Schulbus 3x, Transporter 1x, Lieferwagen 3x, Saab 6x, Polizeiauto 5x, Zug 1x, Bus 1x, Lexus 1x, Lastwagen 1x,

 

Leichen: Junge 2x, Hund 1x, Schwan ca 3, Karpfen ca 20, Krähen ca 50, Mann 4x, Flutopfer 58x, Frau 6x

 

 

 

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Relativ schnell wurde klar das die Familie Stottart irgendwas mit den Morden zu tun hat. Für Mark ist klar, das Tamara ihm die Botschaft geschickt hat. Doch anders als erwartet ist es der 19jährige Gavin der die Morde verübt hat. Er hat die Krankheit (wie Mark und sein Vater) ergänzt um eine Krankheit die nur Grau als Farbe hinterläßt geerbt. Und wenn andere schreien sieht er Farben, darum foltert er seine Opfer so lange so bestialisch. Wie so oft kann natürlich Mark in allerletzte Sekunde ihn abhalten Emma zu foltern. Dubioserweise überkippt er sich daher selbst mit dem heißen Teer der für Emma vorgesehen war und doch seine eigenen Schreie (die zum Tod führen) sieht er endlich die Farben, die er sein Leben lang gesucht hat.

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Textauszug:

 

(Der Beginn des Buches): Die junge Frau schluchzte bereits hemmungslos. Es war die Maske, die das ausgelöst hatte, jenes makabre Metallgesicht, das plötzlich aus der Dunkelheit des Kellers aufgetaucht war. Jetzt jedoch, als sie die rotierende Bohrspitze auf sich zukommen sah, war sie kurz vor einem hysterischen Anfall....“Ich werde langsam waagerecht durch deine linke Kniescheibe in den Oberschenkelknochen bohren, bis ins Mark. Es wird unfassbar weh tun.. Absolut unfassbar. Schmerzen wie diese wirst du in deinem ganzen Leben noch nie gefühlt haben. Ich möchte, dass du zwei Dinge weißt. Erstens, du kannst nichts dagegen tun – es gibt nichts, was du mir sagen, nichts was du mir anbieten könntest. Nur ich kann machen das es aufhört, und ich höre …..

 

 

 

 

Fazit:

 

 

Ich mache es kurz: Ein schnörkelloser Thriller, der von der ersten bis zur letzten Seite von seinem bösartigen bestialischen Killer dominiert wird. Chronologisch was ich sympathisch finde. Als Leser ist man auf dem Wissenstand der Ermittler und das Ende kommt dann schnell, endet aber auch schnell. Für Fans von blutigen Krimis a'la Karin Slaughter. Und bemerkenswert: Selten hat ein Titelbild so gut zum Roman gepasst!