Vaiana (2D)

Frecht, bunt, schöne Geschichte, Ohrwurmsongs, sensationelle Bilder, ein Familienfilm im allerbesten Sinne des Wortes und der legitime Qualitätsnachfolger von Die Eiskönigin. Ich freue mich jetzt schon auf die Wiederholungen im Fernsehen und auf einen sehr wahrscheinlichen zweiten Teil.

So mit meiner großen (16J) und der adoptierten Kleinen (6J) wird es schwierig gemeinsame Nenner zu finden. Einer ist natürlich Kino mit Popcorn. Entsprechend ging es am 30.12.16 um 12:30 Uhr in den neuen Disney Film Vaiana. Bewußt haben wir die 2D Variante gewählt. Das ganze gab es im Cinexx zu Essen für mich 9,40 Euro, Jugendliche 8,40 Euro und Kind 6,90 Euro zu sehen. Wobei ich weiterhin finde für eine Allerweltsuhrzeit, ohne 3D und ohne Überlänge mehr als saftige Preise.





Vorfilm bei Vaiana (2D):

 

Zuletzt gelang es vielen Trickfilmen durch Vorfilme zu begeistern. Dieser hier allerdings wo man einem Mann in einer „Boring“ Arbeitsstelle sieht, fand aber keiner toll. Das besondere war, das man sah wie er gesteuert wurde. Also von Gehirn, Leber, Magen etc. Aber das ganze war sicherlich gut gemeint, aber wirklich weder lustig noch nachvollziehbar umgesetzt.





Zum Hauptfilm Vaiana (2D):

 

Fängt recht gruselig an. Ein Kampfkoloss -wir erfahren das es der Halbgott Maui ist- stibitzt auf einer Insel ein Herz. Dieses sieht aus wie ein normales Steinchen bringt aber -unwissentlich- das Weltgefüge ins Wanken.

 

Auf der Flucht gerät Maui in einen Kampf mit einem Lavamonster, was faktisch unentschieden endet. Der Stein (das Herz) ist weg und er verliert seinen magischen Fischhaken. Mit diesem kann er die Gestalt wandeln, so ist er zwar immer noch ein Halbgott, aber in seinen Fähigkeiten und Funktionen arg beschränkt.

 

Dann lernen wir eine paradiesische Südseeinsel kennen. Die kleine Vaiana ist der Sproß des Häuptlings und eines Tages soll sie ihm als Nachfolger dienen. Wir sehen bereits in Rückblenden ihre Verbundenheit mit dem Meer. Das Meer scheint mit ihr sprechen und sie zu beschützen.

 

Als eines Tages die Fanggründe weniger werden und das saftige Grün der Insel immer mehr der Finsternis weichen muß, ahnt Vaiana das sie was unternehmen muß. Ihre Großmutter -die alle für verrückt halten- weist ihr den Weg in eine verborgene Höhle und dort erfährt sie, das ihr Volk von Seefahrer abstammt. Doch das haben sie lange aufgegeben, gab doch die Sicherheit des Riffs ihrem Volk immer Nahrung.

 

Die Großmutter hat das Herz das Maui einst stahl und beauftragt Vaiana Maui aufzusuchen, ihn an den Ohren zu packen und zur beklauten Insel zu bringen, um dort das Herz wieder einzusetzen und somit die Welt und schlußendlich die Insel wieder ins Gleichgewicht zu bringen.





Meine Meinung zu Vaiana (2D):

 

Vorab das Zitat aus der Kinozeitschrift: Hier stimmt einfach alles, was Vaiana zum coolsten Weihnachtsfilm seit Die Eiskönigin macht! Mehr müßte man nicht sagen.

Aber der Reihe nach: Der Beginn mit dem Diebstahl und dem Kampf ist schon gruselig für Kleinstkinder, aber auch schnell vorbei.

 

Dann haben wir schnell diese tolle Südseeinsel mit vielen tollen netten sensationellen Bildern. Den Zwängen den einer Familie unterliegt und Disney üblich ein paar Songs. Aber richtig gute. Die gehen richtig gut ab und sind so dosiert, das die Mischung aus Filmfortschritt und Gesang sich optimal ergänzt.

 

Die Szenen mit der Großmutter sind so rührend, das hier kein Auge trocken bleibt. Als dann Vaiana aufbricht und den Running Gag (das Huhn) mitnimmt, wird die Anzahl der Lacher, die bislang eher Stauner waren, deutlich höher. Und spätestens als sie auf der Insel Maui findet (mit der Stimme von Andreas Bourani) geht die Post richtig ab.

Natürlich werden die kein Liebespaar, aber wie frech und cool die beiden sich kappeln, das hat man von Disney schon lange nicht mehr so erlebt. Frech, witzig und coole Songs, da könnte man sich denken was will man mehr?

 

Das Problem bei vielen Filmen wo Kinder in der Hauptrolle sind, ist das die irgendwann nerven. Entweder Kevin mäßig überschlau, total sentimental oder einfach nur arrogant. Vaiana ist da vollkommen anders. Sie ist einfach von Anfang an liebenswürdig, weckt beschützerinstinkte und hat einen Haufen Hits in Petto. Und dann natürlich ihr Dauertwist mit dem Hahn und dem Halbgott. Einfach der Knaller.

 

Einen Hauptprotagonisten habe ich noch gar nicht erwähnt: Der Ozean. Wie das umgesetzt ist, wie der Ozean mit der Großmutter, hauptsächlich Vaiana, aber auch mit Maui und unserem Endgegner umgeht, ist sensationell technisch und inhaltlich umgesetzt.

 

Überhaupt kann es gut sein, das ich mir den Film in 3D noch einmal alleine (für günstigeres Geld in Hachenburg) ansehen werde. So frech, so optisch toll, so viele Ohrwürmer. Zu Recht ein Film für die ganze Familie. Die 30 Zuschauer die da waren, war voll begeistert und vereinzelt habe ich sogar Klatschen im Publikum gehört.

Und das ein Film 98% der Kritiker von Rotten Tomatoes habe ich so noch nie erlebt!



 

Technische Details von Vaiana (2D):

 

http://filme.disney.de/vaiana

USA 2016

 

Animations-/ Familienfilm

Länge 103 Minuten, FSK 0

 

Kinostart Deutschland 22.12.16, Premiere 23.11.16

 

Regie: Ron Clements *1953 Iowa inszenierte u.a. Bernhard & Bianca, Cap und Capper, Arielle die kleine Meerjungfrau und John Muster *1953 Chicago inszenierte u.a. Cap und Capper, Arielle die kleine Meerjungfrau und Aladin

 

Budget: 150 Mio US$, Einspiel bislang 181 Mio





Fazit zu Vaiana (2D):

 

Absolut gelungen. Hervorragende Bilder, schöne Geschichte, sehr lustig, viele tolle Ohrwurmlastige Songs, kein erhobener Zeigefinger. Ein Familienfilm im besten Sinne des Wortes.

 

 

Selten aber verdient: 100 von 100 möglichen Punkten

Kommentar schreiben

Kommentare: 0