Ian Rankin – Die Kinder des Todes

Ein Krimi aus der Rubrik "Neues aus der Klamottenkiste". Sehr vorhersehbar, wenig Blut und Ermittler die die ganze Zeit im Auto rumkurven und rauchen. Selbst mit 47 fühle ich mich deutlich zu alt. Aber ok, das ganze ist handwerklich gut und chronologisch erzählt. Aber für mich ist das selbst als Klolektüre zu langweilig.

 

Da meine Adoptivtochter ja kostenlos in der kirchlichen Bücherei Bücher ausleihen kann, dachte ich mir unterstütze den Laden und kauf ein paar gebrauchte Bücher für ein paar Euros. Vom ersten war ich reichlich enttäuscht mal schauen was Ian Rankin mit Die Kinder des Todes zu liefern hat.

 

 

 

Zum Äußeren von Ian Rankin – Die Kinder des Todes:

 

Vorne drauf Grüne Tonfiguren die keinen Bezug zur Handlung haben. Dazu Autor, Titel, Roman und Verlag Goldmann

 

und: „Rankin ist nach wie vor der unübertroffene Meister aller lebenden britischen Krimiautoren“ von The Times und einen Aufkleber: Ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimi Preis

 

 

 

Rückseite von  Ian Rankin – Die Kinder des Todes:

 

Die Nummer 1 Bestseller aus England

 

Ein Mann erschießt zwei Kinder, verletzt ein drittes schwer und tötet sich anschließend selbst. Nach diesem Amoklauf in einer Schule in dem Küstenstädtchen South Queensferry steht die erschütterte Öffentlichkeit eigentlich nur vor einer Frage: Was hat den ehemaligen Elitesoldaten Lee Herdman zu dieser Tat getrieben? Doch Inspector Rebus ahnt, dass der Fall noch mehr Rätsel birgt. Seine Recherchen führen ihn nicht nur zu den verlorenen Kindern der kleinen Stadt, sondern in die eigene Vergangenheit. Aber je näher er der Wahrheit kommt, desto dunkler wird der Abgrund, in den er blickt...

 

„Rankin bestätigt mit diesem Fall seinen Ruf als bester britischer Krimischreiber“ Stern

 

ISBN, Barcode, Preis 9,95 Euor

 

 

 

Innenleben von  Ian Rankin – Die Kinder des Todes:

 

Auszüge: Ein schwarzweiß Bild des Autorn, dann eine ganze Seite seiner Biografie. 1987 Debüt, Gold Dagger und Edgar Allen Poe Award, lebt heute in Edinburgh

 

Original: A Question of Blood 2003 in London, 1.Auflage, TB Ausgabe 12/2006

 

Eine Widmung, 2 Zitate, dann fängt das Buch mit „Erster Tag“ Dienstag an und endet nach einem Epilog auf Seite 541

 

 

 

 

 

Zum Roman  Ian Rankin – Die Kinder des Todes:

 

Inspector Rebus ist mit schweren Verbrennungen an den Händen im Krankenhaus. Seine junge Kollegin Siobhan besucht ihn. Eine Frage steht im Raum: Hat Rebus den Kleinkriminellen der Siobhan gestalkt und bedroht hat umgebracht? Dieser starb durch einen Fritösenbrand kurz zuvor.

 

Doch lange Zeit bleibt ihnen nicht: Es gibt einen Mord in der Schule. Ein ehemaliger Elitsoldat ist dort reinmaschiert und wenig später gibt es 3 Leichen und einen schwer verletzten Jungen. Allerdings wurde ein Schüler nur in der Schulter getroffen und der Soldat erschoß sich selbst.

 

Rebus und Siobhan ermitteln, obwohl der Fall klar scheint. Doch etwas erscheint merkwürdig genug, das Rebus seinem Gespür folgt und tiefer gräbt und in der Tat kommen da Dinge zum Vorschein, die auch seine Vergangenheit betreffen.....

 

 

 

 

Meine Meinung zu  Ian Rankin – Die Kinder des Todes:

 

Vielleicht hat Rankin nur Pech das ich gerade 4 Bücher von Val McDermid gelesen hatte, denn wenn Krimis Achterbahnen wären, dann sind die McDermids Krimis die Black Mamba aus dem Phantasialand und der Rankin ist der Kinderachterbahn aus Schloß Beck nebem dem MoviePark Bottrop. Au weia

 

Nun gut der Reihe nach: Zum einen mag ich es sehr gerne wenn ein Buch chronologisch erzählt wird und das ist hier sehr gut gemacht. Es fängt mit Dienstag an und wir erleben die Ermittler faktisch in Echtzeit.

 

Das war aber für mich auch schon fast das positive. Wenn man will kann man die sehr leicht verständliche Sprache, den guten Sprachfluß und den Rhtymus loben. Ebenso auch die trockene sympathisch lakonische Natur der Protagonisten. Man sieht, wenn das schon das positive ist, dann kommt dann noch was.

 

OK, manche werden es SPOILER nennen, aber da bei mir zu keinem Zeitpunkt Spannung aufgekommen ist, kann ich mir nicht vorstellen, das es jemand anders geht und so erzähle ich mal wie das Buch ausgeht:

 

(Also faktisch SPOILER !): Wieso sollte der Elitesoldat 2 Jungen mit gezielten Schüssen niederstrecken und den dritten nur verletzen? Folglich war von mir von Anfang an klar, das der überlebende Junge der Killer ist. Wer noch Zweifel hatte, wurde wenige Seiten später eines besseren belehrt als der karriere und kamerageile Vater des Jungen sich immer publikumswirksam inszenieren wollte.

 

Und nein natürlich hat Rebus nicht den Stalker gekillt. Das der aber, wie später aufgelöst, einfach besoffen auf dem Klo eingeschlafen ist und dann in sein brühend (!) heißes Badewasser sich die Hände so verbrannt hat, das er schwerste Verletzungen hat, ist einfach nur lächerlich. Also in den 15 Wohnungen in denen ich bislang gelebt habe, konnte man nirgendwo so viel Wasser einlassen, das dann noch so heiß gewesen wäre, sich nach kurzem Kontakt schwerste Verbrennungen zuzu ziehen.

 

Das er dann nostalgisch verklärte Rückblicke wagt ist genauso langweilig und unglaubwürdig wie die Drogen- und Diamantschmuggel Arien die der Autor ernsthaft in die Geschichte packt.

 

Das einzige was sich mir massiv in die Gehirnrinde gebrannt hat, ist das ewige im Auto rumfahren und das Kippen suchen des Inspectors.

 

Sorry vorhersehbar wie das Amen in der Kirche mit einer unglaublich konstruierten vorhersehbaren Geschichte, das zu keinem Zeitpunkt Spannung aufkommt.

 

 

 

Technische Details von  Ian Rankin – Die Kinder des Todes:

 

Sex&Drugs: Zigarette 21x, Handkuss 1x, Joint 3x, Sex 5x, Kuss 1x, Pfeife 1x

 

Rock'n Roll: Violet Indiana 1x, Fatboy Slim 1x, Jackie Leven 1x, Hawkind 1x, Oldtime-Jazz 1x

 

Leichen: Pilot 1x, halbes Dutzend hochrangiger Offiziere 1x, Frau 4x, Junge 1x, Mann 6x, Todesschütze 1x, Privatschüler 2x

 

Getränkeliste: doppelter Espresso 1x, Schnaps 1x, entkoffeinierter Nescafe 1x, Gin Tonic 2x, Whiskey 8x, gekühltes Lagerbier 1x, Tee 8x, Sodawasser mit Lime Juice 2x, Bier 7x, Wasser 4x, Cola 3x, Kaffee 11x, lauwarmes Wasser 1x, Nescafe 2x, Laphroiag mit Wasser 1x, entkoffeinierter Kaffee 1x, Deuchans 1x, Irn-Bru 1x, Bitter Lemon Wodka 2x, IPA 1x, grellfarbige Mischung Lime Juice Soda 1x, Baccardie Cola ohne Eis 1x, Lagerbier 2x, Rum mit Johannisbeersaft 1x, Cider 1x, Laphroiag 2x, Merlot 1x, chilenischer Rotwein 1x, Saft 1x

 

Fortbewegungsmittel: Auto 51x, Taxi 9x, Streifenwagen 2x, Bus 3x, Seenotrettungsboot 1x, Hubschrauber 2x, Wagen 24x, Touristen Auto 3x, PKW 8x, Laster 3x, Wasserski 1x, rasanter Audi TT 1x, Fähre 1x, Sattelschlepper 3x, Passat 3x, LKW 10x, Seat 1x, offener betagt aussehender Landrover 1x, Flugzeug 1x, Sportflugzeug 2x, Saab 2x, Fahrstuhl 2x, silbergrauer Audi TT 1x, Transporter 1x, Cesna 2x, Landrover 1x, Motorboot 1x, Einkaufswagen 1x, Skateboard 1x, Autobus 3x, Rollstuhl 1x, Fahrrad 3x, Chinook 1x

 

 

 

 

Fazit zu  Ian Rankin – Die Kinder des Todes:

 

 

Handwerklich top geschrieben reicht nicht im direkten Vergleich mit meinen noch jungen Val McDermid Krimi Erinnerungen. Sehr vorhersehbar macht das wichtigste Prädikat Spannung bei einem Krimi doch platt. Wer keine brutalen Krimis sondern gemächliche Schleicherkrimis mit rumfahrenden und rauchenden Krimis mag, ist hier richtig, wobei ich glaube das diese Zielgruppe schon ausgestorben ist.  

 

Macht für mich gut gemeinte 46 von 100 möglichen Punkten

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