Pets (3D)

Tiere auf Adrenalin. Lustig geht es schon zu, aber warum man lustige Tiere nur auf Youtube und nicht im Kino sehen kann, bleibt mir ein Rätsel. Dennoch ein schöner Kinderfilm, allerdings in 3D für mich definitiv nichts für die ganz Kleinen!

Zum Geburtstag meiner -zur Zeit begipsbeinten- Frau habe ich ihr ein barrierefreies Wochenende gependet und natürlich mit den Kindern. Folglich war ein Kinofilm Pflichtprogramm. Zu sehen gab es am 03.09.16 um 16.20 Uhr im Kinopolis zu Bonn den Film Pets in 3D. Für uns als Familie haben wir 8,50 Euro bezahlt, meine 14jährige mußte dann noch voll bezahlen: 12 Euro. Unbelievable.







Zum Film Pets (3D):

 

Max ist glücklich. Er hat das allerbeste Frauchen überhaupt. Er hat nur eine Sorge: Wenn sie nicht da ist, ist er traurig.

 

Für Abwechslung sorgen die Nachbarstiere, denn in New York haben natürlich alle Haustiere und die kennen sich natürlich alle gegenseitig.

 

Bis eines Tages: Ein neuer Mitbewohner. Duke ist groß, ungehobelt und Max weiß: Er muß ihn los werden. Doch so einfach ist das nicht. Duke macht sich breit, bis Max auf Psycho macht und Duke sich wahrhaftig ducken kann.

 

Doch als sich die Chance bietet weit Duke Max in seine Schranken und beide landen im dicksten Schlamassel die einem Haustier nur wiederfahren kann: Sie landen auf der Straße und direkt bei den Tierfängern.

 

Als ein psychopathischer Hase seinen Bulldoggen Kumpel befreit, werden Max und Duke nur mitbefreit weil sie angeben Herrchentöter zu sein. Und somit müssen sie mit in den Untergrund. Doch gerade als sie die Weihe erhalten sollen, fliegen sie auf und werden zun Tod durch den Hasen verurteilt.

 

Die Flucht der beiden gelingt gerade so, doch sie sind allein und auf der falschen Seite von Brooklyn, das Ende scheint nahe zu sein....







Meine Meinung zu Pets (3D):

 

Direkt 3D vorab: Total krass. Einige sensationelle Szenen. Allerdings ausgerechnet mit dem Krokodil und der Viper. Und das war für alle (!) kleinen Kinder im Kino zu viel. Echt beängstigend (gut) – ob das allerdings wirklich sein muß, dazu komme ich später. Liebt man Kino und will 3D Effekte für sein Geld haben, kann und muß man das hier als Pluspunkt abhaken.

 

Früher ja früher war nicht alles besser, aber Kinderfilme wurden für Kinder gemacht. Heute sind natürlich auch die Erwachsene das Zielpublikum, also muß ein eigentlich harmloser Film auf Gewalt und Brutalität getrimmt werden, weil das ja -offensichtlich- die Erwachsenen so wollen.

 

Der Film wurde ja im Trailer angekündigt mit der Frage: Was machen die Tiere, wenn die Herrchen auf der Arbeit sind? Und wie so oft sind die besten Szenen komplett im Trailer gewesen.

 

Und mit der Fragestellung hat das nicht mehr viel zu tun. Denn recht schnell verlassen ja Max und Duke das Heim. Und dann wird das nur noch eine wilde Action und Verfolgungsorgie.

 

Das dann noch der psychopathische Hase die beiden umbringen will, und die unglaublich fiese große Viper die beiden zu Tode ängstigt, hat weder Sinn noch irgendwas in der Form in einem Kinderfilm zu suchen.

 

Anstatt harmlosen Tierhumor (was offensichtlich ja dann nur noch Youtube kann), wird hier so richtig auf Verfolgung, Mord und Totschlag gesetzt. Die Leinwand ist nicht blutig, aber warum das so ist, keine Ahnung.

 

Auch als die Rettungsmission kommt, und der rollende Hund (sensationell gut gesprochen von Dieter Hallervorden) die Jungs sucht, macht die Rettungsbande eine Actionsequenz nach der anderen, ohne Sinn und Verstand für die Handlung. Allerdings ich gebe es ehrlich zu : Gerade diese Sequenz hat mich fast kaputtlachen lassen. Das ist der Schlefazer in mir: Sinn macht das keinen, war aber brüllend komisch umgesetzt.

 

Die blasierte Jan Josef Liefers Stimme von Max war zwar für mich teilweise zu nölig, aber alles in allem waren alle Synchronsprecher gut bis sehr gut. Herausragend Dieter Hallervorden.

 

Der Film hat gut unterhalten, allerdings frage ich mich warum die Frage „wissen Sie was die Haustiere tun, wenn wir nicht zu Hause sind!“ so sträflich verschenkt wurde, und statt dessen die Story um die Haustiere werden von Straßentiere gejagt umgestrickt wurde.







Technische Details von Pets (3D):

 

http://www.pets-film.de/

 

USA Trickfilm, Familienfilm, Komödie 2016

 

Länge: 86 Minuten, FSK 0 (was ich allerdings in Frage stelle, in 3D definitiv besser mindestens 6 Jahre!)

 

Budget: ca 75 Mio US Dollar, Einspiel bislang ca 235 Mio US Dollar

 

Kinostart D: 28.07.16, Premiere 18.6.16

 

Regie: Yarrow Chenney und Chris Renaud (*1966 Baltimore, hat u.a. Ich Einfach unverbesserlich 1+2 inszeniert)







Fazit zu Pets (3D):

 

Jau lustig, aber halt nicht bahnbrechend neu (wie z.B. Ich einfach unverbesserlich). Wilde Action anstatt süßem Tierhumor. Dennoch den meisten im Kino hat es gefallen. Wegen der Schlangen- und Krokodilszenen, würde ich den Film definitiv keinem Kinder unter 6 Jahren in 3D empfehlen. Dennoch lustig genug, das ich mir den nochmal ansehen würde, allerdings aufgrund der auf Actionwerte basierten Schauwerte, bräuchte ich hiervon keinen zweiten Teil


Für mich 83 von 100 möglichen Punkten

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0