Hitchcocks Krimikabinet – Echo des Bösen

Eine Sammlung von kleinen kriminalistischen Kurzgeschichten. Für einen entspannten Beiblick am Pool in der überhitzten Toskana ist das gut genug. Abendfüllend bleiben die etwas vorhersehbaren Fälle aber nicht

 

Aus einer der unzähligen Tauschtelefonbörsen stammt Echo des Bösen aus dem Hitchcocks Krimikabinet und wird nun hier vorgestellt.

 

 

 

Zum Äußeren von Hitchcocks Krimikabinet – Echo des Bösen:

 

Das Hardcoverbuch ist offensichtlich an die Optik der 3? Bücher angeliehen und hat als Covermotiv einen Friedhof vor einem Sonnenuntergang.

 

Rückseite: Hereinspaziert! Es tut sich was im Krimikabinett. Aber bloß keine Panik, wenn's bei der Jagd auf die Gauner gelegentlich ein bißchen turbulent zugeht! Alfred Hitchcock hat mal wieder in seinem kriminalistischen Schatzkästchen gestöbert und mit seiner untrüglichen Spürnase sechs meisterhafte Geschichten voller Spannung, Scharfsinn und Knalleffekte zu Tage gefördert.

 

 

 

Zum Innenleben von Hitchcocks Krimikabinet – Echo des Bösen:

 

Original: Alfred Hitchcock's Happy Deathday! Erschienen 1972 in New York, Stuttgart 1982

 

Mary E Nutt: Echo des Bösen 7, Richard Deming: Ein genialer Plan 21, Richard Hardwick: Tod in der Brandung 50, Frank Sisk: Crazy Bill kehrt zurück 70, Henry Slesar Die Straße nach Marleybone 84, Elijah Ellis: Sherriff Carsons schwarzer Tag 125

 

Das Buch endet auf Seite 142

 

 

 

Die Geschichten von Hitchcocks Krimikabinet – Echo des Bösen:

 

Echo des Bösen: Anläßlich des Todes seines Vaters sieht unser Erzähler seinen Onkel Nolan wieder. Vor vielen Jahren hatte Nolan die Frau (des Vaters) mitgenommen und das Liebespaar hat alles hinter sich gelassen und eine ratlose Familie und einen kleinen Jungen ohne Antworten zurückgelassen. Lediglich zum Geburtstag des damals 5jährigen Paul kam jedes Jahr ein Packet mit einem Geschenk für einen 5jährigen Jungen. Als der Vater stirbt und der Erzähler mit dem Onkel den Nachlaß regelt kommt das grausige Schicksal zwischen den beiden zum tragen: (Achtung Spoiler!!!!): In einem Streit hat der Vater versehentlich die Mutter umgebracht. Der Onkel hat einen Mann mit vergleichbarer Statur der Mutter und die Kleidung von ihr im Pferdewagen mitgenommen, so das alle die vermeintliche Mutter gesehen hatten Die tote Mutter lag zu dem Zeitpunkt schon vergraben im Garten. Um seinen Bruder nicht zu belasten und den kleinen Jungen nicht die grausame Wahrheit zu verraten, hatten die beiden Brüder ausgemacht, das Nolan eine Liebesflucht mit der Mutter plante....

 

 

Ein genialer Plan: 3 Studenten planen den unfehlbaren Banküberfall. Der neurreiche hyperintelligente Charles macht dies nur aus dem Grund das perfekte Verbrechen zu begehen. Seine beiden Freunde machen dann eher widerwillig mit, aber sie brauchen das Geld und kennen ihren unfehlbaren Freund. Ein Star Hollywood Maskenmacher soll ihnen helfen die perfekte Tarnung zu machen. SPOILER: Schlußendlich werden sie beim Überfall verhaftet, da der gekidnappte Hollywood Maskenmann ihnen die perfekten Masken bereits sehr bekannter sehr gewalttätiger Serienverbrecher verpasste

 

 

Tod in der Brandung: Ein Mann wird am Meer angespült. Schnell wird klar, das es der Frauenheld war, der Lucy becircte. Der Sportflugzeugführer entdeckte die Leiche und schnell kommt der grantige Vater von Lucy in Verdacht. Gerade auch wegen seiner unverhohlenen Drohungen dem Opfer gegenüber, zudem hat er kein Alibi und ist für seinen Jähzorn bekannt. SPOILER: Am Ende war es dann doch der Sportflieger. Der Tote hat ihm das Mädchen ausgespannt und er hat alle Indizen auf den Vater gerichtet. Ein ausgedachter Anruf 3er Entenjäger die gesehen haben wollen, wie er die Leiche aus dem Flugzeug warf, hat ihn zum Geständnis gemacht. In Wahrheit hatte aber der Sherrif eh den Verdacht gegen ihn und nur Seerosenfasern am Opfer, haben ihn auf die Spur geführt. Denn der Mörder hatte die Leiche ein paar Tage im Süßwasser zwischengelagert, bis er sie dann ins Meer warf um den Vater als Krabbenfischer zu belasten.

 

 

Die Straße nach Marleybone: Als ihr Vater stirbt ist sie mit ihrer Haushälterin Sophie plötzlich allein. Doch ihr tot geglaubter Onkel Vernom taucht auf einmal wieder auf. Klar erbt er nichts von dem Riesenvermögen, doch nicht nur, das sich Vernom und Sophie nicht verstehen, so kann sie auf einmal nachts nicht mehr schlafen. Der neue Arzt in der Stadt verschreibt ihr was, was auch nicht hilft. Als Ihr Onkel ihr einen Hypnotiseur vorschlägt, stellen sich erste Erfolge ein. Doch auf einmal gerät ihr Leben in Gefahr SPOILER: Der Onkel ist natürlich ein Taugenichts und der Hypnotiseur sein Komplize. Er hat ihr einhypnotisiert, das sie in eine Schlucht fahren soll, nur der Dorfarzt der zufällig mitfuhr kann das Schreckliche verhindern. Als sie darauf hin den Onkel mit ins Auto schleust und vorgibt zur Schlucht zu fahren, wirft sich dieser -als Zeichen seiner Schuld- kurz vor der verhängnsivollen Kurve bei voller Fahrt aus dem Auto.

 

 

 

Sherrif Carsons schwarzer Tag

 

Bei einem Autounfall wird eine alte Dame schwer verletzt und ein Fremder schien offensichtlich Fahrerflucht begehen zu wollen. Die Polizei verhört den Mann, kann ihm aber nichts nachweisen. Sherrif Carson -dessen Frau kürzlich erst bei einem Verkehrsunfall mit Fahrerflucht getötet wurde- bringt den Mann zur Überprüfung aufs Revier. Dort angekommen gebärdet sich der Mann wie wild, als er Carson sieht und verlangt einen Arzt. Der Arzt der ihn am Unfallort untersucht hatte und nichts feststellen konnte, muß zur Verblüffung feststellen das der Mann offensichtlich schwer mißhandelt wurde, sind doch massive Schwellungen auf seiner Brust zu sehen. Carson steht mit dem Rücken zur Wand. SPOILER: Der Mann war ein gesuchter Schwerverbrecher. Eine zeitlang tauchte er bei einem Wanderzirkus unter, da er die Gabe hatte , das seine Haut seltsam allergisch auf Bleistifte reagierte. Somit konnte er überführt werden.

 

 

 

Technische Details von Hitchcocks Krimikabinet – Echo des Bösen:

 

Sex&Drugs: Zigarette 3x, Pfeife 1x, Stirnkuss 1x

 

Rock'n Roll: Musik 1x

 

Getränkeliste: Bourbon 1x, Schluck aus Flasche 1x, Mineralwasser 1x, Holundersekt 1x, Wasser 2x, Kaffee 4x, Bier 1x, Alkohol 3x, Whiskey 1x

 

 

Fortbewegungsmittel: Auto 6x, Pferdekutsche 1x, Wagen 5x, Pferdewagen 4x, Pferd 1x, Pony 1x, Fähre 1x, Limousine neueren Modells 1x, Flugzeug 1x, Boot 1x, Zug 1x, Offenes Kabriolet 1x, Kombi 1x, Funkwagen 2x, Abschleppwagen 1x, Streifenwagen 1x

 

 

Fazit zu Hitchcocks Krimikabinet – Echo des Bösen:

 

Eine Sammlung kleiner kurzweiliger Kurzgeschichten, wie geschaffen für den Pool im Urlaub in der Toskana, von daher genau richtig. Allerdings waren die relativ vorhersehbar. Im Vergleich zu Mark Twains sensationellen Kurzgeschichten war das hier etwas mehr als eine Fingerübung und hätten vermutlich wenig Aufmerksamkeit erregt, wenn das Label „Hitchcock“ nicht darüber gestanden hätte. Doch das ganze war leicht und locker zu lesen und da es für lau aus der Tauschtelefonbörse war, kann ich es gerne als Urlaubslektüre für den Strand empfehlen.

 

 

Von mir daher 70 von 100 möglichen Punkten

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