Warcraft: The Beginning (3D)

Es darf wieder geritten und heldenhaft gestorben werden. Dazu fläzt man sich im Kinosessel und hat grandiose Landschaften und Special Effects zu bestaunen. Entsprechend dünn ist dann die eigentliche Handlung. Aber wen stört das, wenn man flott und mit hohen Schauwert unterhalten wird?

Durch eine vielversprechende Vorschau bin ich inspiriert worden mir Warcraft The Beginning in 3 D am 06.06.2016 um 20 Uhr im Cinexx zu Hachenburg an zu sehen. Für meinen Kumpel und mich waren da nur schlappe 8 Euro zu berappen.





Zum Film Warcraft: The Beginning (3D):

 

Zu Beginn sieht man wie ein Mensch sich zum Kampf aufstellt und der Gegner wird wenige Sekunden später präsentiert: Ein Ork. Der natürlich den Mensch direkt zu Brei haut.

 

Wir sehen dann die Welt der Orks. Auf der Suche nach einer neuen Welt da ihre alte zu sterben droht. Angeführt werden sie von Gul'dan, dessen Magie sich von lebenden Menschen und Wesen speist. Indem er die Energie der Gefangenen saugt, schafft er ein Tor nach dem fruchtbaren Azeroth, allerdings ist das Tor nur groß genug um die größten und mächtigsten Ork Krieger rüber zu bringen. Wenn wieder genug Gefangene gemacht wurden, kann Gul'dan wieder in Ruhe ein neues Tor schaffen, um den Rest der Horde zu holen. Die Magie deren er sich bedient nennt sich Fel-Magie.

 

Auf Azeroth bemerkt man natürlich das Ankommen und Wüten der Orks und die Menschen sammeln sich um gegen die Orks zu kämpfen. Eine Elementare Rolle spielt natürlich der Wächter Medivh der Menschen. Sein einstiger Schüler Khadgar hat sich von ihm getrennt und die Menschen bereits gewarnt. Azeroths tapferster Krieger Anduin Lothar hat sich bereits gewundert das Khadgar kam und nicht Medivh.

 

Wir Zuschauer sehen jedoch das in beiden Lagern Gut und Böse sich einheitlich vermischt. Während bei den Orks Gul'dan nicht nur die Vernichtung der Menschheit anstrebt, sondern auch seine Orks in Verderben reissen wird, hat auch bei den Menschen die Fel-Magie Medivh umgedreht.

 

So kämpfen Menschen und Orks gegeneinander ohne zu wissen, das ihre Anführer in Wahrheit die wahren Feinde sind. Doch selbst eine konspirative Abrede zwischen Durotan (unserem Ork-Helden) und Lothar bringt keine Hilfe, da das geheime Treffen sabotiert wurde.

 

Und so kommt es dann zur finalen Schlacht....







Meine Meinung zu Warcraft: The Beginning (3D):

 

Der Herr der Ringe trifft Harry Potter. Eine Action Kanone mit sensationellen Schauwerten und wieder einmal frage ich mich wieso man 150 Millionen Dollar für Special Effekte ausgibt, aber keine 1000 Dollar für ein ordentliches Drehbuch.

 

Doch egal, kommen wir zuerst zum außenrom. Die 3D Effekte sind ok, aber wie so oft, bei Realverfilmungen, würde das auch keinem auffallen, wenn das kein 3D wäre. Dazu gibt es atemeberaubende Landschaften, Schlachten, Fantasy Wesen und gerade wenn Gul'dan und Medivh so richtig von der Fel-Magie „übernommen“ werden, gibt es ein Fantasy Spektakel, was man so bislang nur wenig sah.

 

Auf Wikipedia habe ich gelesen, das es zig mal Regisseur und Drehbuch Wechsel gab. Dafür wirkt das ganze schon wie aus einem Guß, allerdings halt auf relativ simpler Ebene. Hier schwarz und weiß und auf beiden Seiten gibt es den falschen Heiligen. Relativ simpel. Dazu noch ein Halbork als Übersetzer, wie praktisch. Etwas Liebe und Verrat, der Rosamunde Pilcher Effekt im Auenland, mit Potterschen Flugfortbewegungsmittel.

 

Aber wir rund 20 Leute im Kino haben uns alle gut unterhalten. Die Personen und Gestalten wurden ordentlich eingeführt. Auch wenn es keine geistige Herausforderung gab der Handlung zu folgen, war sie doch flott und relativ spannend inszeniert. Dazu diese opulente Optik, was will man da viel mehr?

 

Mir persönlich war der Oberheld Lothar zu oberheldisch und der König etwas zu weibisch, dafür war die Darstellung dieser Monstermäßigen Orks richtig gut gemacht (wobei ich mich echt frage, wie diese megagroßen Orks ihre zarten Weibchen begattet haben, aber na ja, eigentlich auch egal).

 

Und dieser Special Effekt Twist, als Medivh sich endgültig verwandelt ist ein Feuerwerk für die Augen. Alleine für diese Sequenz werde ich mir den Film garantiert noch einmal ansehen.

 

Man muß weder das Videospiel kennen, noch verbittert sein, das es als Trilogie angelegt ist. Der Film ist für Fantasy Fans verständlich , für Action Fans derb genug und für den Rest halt eh nicht geeignet.





Technische Details von Warcraft: The Beginning (3D):

 

USA/China 2016, Fantasy, Action, Abenteuer

 

http://www.warcraft-film.de/

 

Laufzeit 123 Minuten, FSK 12

 

Kinostart: Deutschland 26.05.2016, Premiere 19.05.2016

 

Budget 160 Million US Dollar, Einspiel bislang 120 Millionen

 

Regie: Duncan Jones *30.05.71 geboren in London und Sohn von David Bowie, Bisherige Filme 2009 Moon und 2011 Source Code

 

Drehbuch: Duncan Jones und Charles Leavitt *1970 Pennsylvania, weitere Drehbücher u.a. 2006 Blood Diamond, 2014 Seventh Son





Fazit zu Warcraft: The Beginning (3D):

 

 

Kurzweilige Unterhaltung für Fantasy Fans. Die FSK 12 passt. Sensationelle Optik, verständliche Handlung und halt die optische Weiterentwicklung eines Herrn der Ringe und Harry Potter Zwilling im Geiste. Durch die hohen Schauwerte, werde ich mir den Film sicherlich noch das eine oder andere Mal ansehen, daher dann auch die Empfehlung sich den Film anzusehen, auch wenn man von 3D nicht so viel hat.

 

Daher gerne 83 von 100 möglichen Punkten

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