Don Winslow – Pacific Private

Hey yo Bro, reit die Welle, Kopp ist zum Bier saufen da, Weiber zum besteigen und bereiten. Selten so ein Klischee beladenes banales Machwerk gesehen. Die teuersten 50 Cent die ich je für ein Buch ausgegeben habe.

Aus der Bücherei an der Kirche habe ich mir mal ein paar gebrauchte Krimis gekauft, da der Erlös für neue Bücher investiert wird. Das erste was ich davon gelesen habe war Pacific Private von Don Winslow, was mich 50 Cent gekostet hat.





Zum Äußeren von Don Winslow – Pacific Private:

 

Vorne drauf eine Szene vom Strand mit einem Sonnenuntergang mit Palmen und einem einsamen Mann. Dazu Autor, Titel, Kriminalroman und der Verlag suhrkamp.

 

Rückseite: Boone Daniels lebt, um zu surfen. Es geht ihm gut, riesige Wellen sind angekündigt in Pacific Beach, Kalifornien. Doch dann verwickelt ihn eine attraktive Anwältin in einem Fall, der alles ändert – und ihn in einen Abgrund blicken lässt, den er hinter sich gelassen hatte, als er den Polizeidienst quittierte. Denn während die einen auf die perfekte Welle warten, floriert im Surferparadies der Kinderhandel.

 

Der vielleicht beste Sommerkrimi aller Zeiten.“ San Francisco Chronicle

 

Wenn Sie noch nie Don Winslow gelesen haben, fangen Sie jetzt damit an!“ von Val McDermid

 

Ein so guter Autor, man möchte ihn fast für sich behalten.“ von Ian Rankin

 

ISBN, Barcode und Preis 9,95 Euro







Zum Innenleben von Don Winslow – Pacific Private:

 

Wie immer eine weitere Inhaltsangabe. Dann was zum Autor: Don Winslow arbeitete als Privatdetektiv in New York, als Safariführer in Kenia und lebt heute als Autor und Gelegenheitssurfer in Südkalifornien.

 

Original 2008: The Dawn Patrol, Copyright 2008 by Don Winslow

Deutsche Erstausgabe, Erste Auflage 2009

 

Eine Definition von „Welle“, ein Songauszug der Beatles und dann fängt das Buch mit Kapitel 1 auf Seite 7 an und endet auf Seite 395.







Zum Buch Don Winslow – Pacific Private:

 

Auf den ersten rund 50 Seiten beschreibt der Autor wie geil Wellen surfen ist und läßt nebenbei noch eine Frau sterben.

Dann wird Boone Daniels – Privatdetektiv – von einer Versicherungsmitarbeiterin beauftragt eine verschwundene Stripperin zu finden.

 

Die Tote hätte die Stripperin sein müssen, aber die Versicherung braucht die jetzt verschwundene wieder. Und Boone braucht mal wieder etwas Geld.

 

Hin- und herschwankend zwischen den Träumen von Surfen, dem eventuellen anbaggern der geilen Versicherungstussi und dem doch merkwürdigen verschwinden der Stripperin, erledigt der super saucoole saugeile megacharismatische Looser Boone dann den Auftrag die Stripperin zu finden.

 

Doch der Fund der Tanztante ist erst der Beginn der Probleme.....





 

Meine Meinung zu Don Winslow – Pacific Private

 

Kritiker mögen mir vorwerfen den Inhalt zu kurz vorzustellen. Aber ehrlich: Mehr gibt es nicht. Noch schlimmer: Das bißchen Spannung was im Roman gegen Ende aufkommt, wird bereits auf der Rückseite des Buches aufgelöst. Ich glaube blöde geht es nimmer.

 

Ansonsten trifft das Buch von übelsten Klischees und ich frage mich echt, was die Leute genommen (oder monetär bekommen?) haben, um dieses Machwerk so zu lobhudeln. Unglaublich.

 

Das ganze ist mehr ein Werbekatalog fürs Surfen, als ein Krimi. Überhaupt Krimi, was für ein Witz! Leider ein Mieser. Ständig laufen diese Surfboys rum und artikulieren sich behäbig in einem Jo Bro und so ein Rotz.

 

Wenn dann mal gerade die Handlung etwas nach vorne getragen wird, kann man davon ausgehen, das mal wieder zig Seiten von den Wellen, dem Surfen und dem Gefühl des Surfens gefühlt werden.

 

Das unser unglaublich sympathische Superheld als „Looser“ eingeführt wird und ansonsten doch so alles hat, was man einem George Clooney, Leonardo di Caprio, Johnny Depp und Arnold Schwarzenegger so nachsagt, ist so mit der dämlichste Einführungsplot den ich je gelesen habe. Stop, korrigiere mich: Ist der dämlichste Einführungsplot.

 

Dann hat er 2 suerpscharfe Schnitten, die natürlich gerne auf ihm reiten wollen. Und doch müssen sich alle heißen geilen Geräte doch lange aufsparen, da es ja eine Ha...Ha....Handlung (horg horg, saukomisch, Handlung , ich werf mich weg) voran treiben müssen. Hätte voran treiben sollen müssen. Oh Gott, das ich das Ding wirklich zu Ende gelesen habe und immerhin mir selbst auf die Schulter klopf: Die Auflösung der aufkeimenden Spannung, steht ja auf der Rückseite des Buches. Mein Gott, wie hochgradig bescheuert.

 

Also wer auf surfersprachiges Surferleben beschreibendes Machwerk mit ganz hauchzarten Krimi Elementen steht, kann hier bedenkenlos zugreifen. Alle anderen die aufrecht gehen können und bei einem Anflug von Anspruch und Seriösität keinen Hautausschlag bekommen, sollten hier einen Megamonstermäßigen Bogen um dieses trübsinnige Machwerk machen.







Technische Details von Don Winslow – Pacific Private:

 

Leichen: Frau 2x, Schwimmer 13x, Mann 6x, Kind 1x

 

Fortbewegungsmittel: Fischerboot 1x, Bus 4x, Board 2x, Streifenwagen 2x, 86er Corolla 1x, Wagen 6x, Motorrad 1x, Zug 1x, Mountainbike 1x, Motorschlauchboot 3x, Schiff 3x, Motorrad mit Reifen so dick wie Miss Kansas 1x, Knallrotes Longboard 1x, Dodge Kleinbus Baujahr 89 2x, Boonemobil 2x, Abschleppwagen 1x, Auto 7x, Surfbrett 4x, BMW 2x, Skateboard 1x, Bretter 3x, altes Longboard 1x, Helikopter 1x, Jet-Ski 3x, Krankenwagen 1x, alter Transporter 4x, Kleines Boot 2x, Zodiac 1x, Bodyboard 1x, Taxi 1x, goldener Humvee 1x, U-Boot 1x, Hummer 1x, Truck 2x, Ford Explorer 2x, Mercedes 3x

 

Getränkeliste: Mineralwasser 1x, Alk 1x, Aloha-Bier 1x, Maui Wowie 1x, Cola-Rum 1x, Kaffee 7x, Bier 6x, Ginger Ale 1x, Coke 1x, billiger Sekt 1x, Greg Goose 1x, Wein 1x, Corona 2x, Lapsang Souchong 1x, Feierabend Bier 1x, Bit Martini 1x, Tee 3x, Kräutertee 1x, Wodka 1x, grüner Tee 1x, trockener Martini 1x, starker grüner Tee 1x,

 

Sex & Drugs: Kuss 2x, Blow Jobs 5x, Gras 2x, Kiffen 1x, Vicodin 1x, Ecstasy 1x, Kraut 1x, Sex 19x, Vergewaltigung ca 50x, Zigarette 1x, Wangenkuss 2x, Joint 1x

 

Rock'n Roll: Dick Dale – Misirlou 1x, Chantays – Pipeline 1x, Surtans – Wipe Out 1x, Kids der ganzen Welt – Satisfaction 1x, Eagles – You call some surfin USA 1x, Eagles – place paradise surfer Girl 1x, Red Eddie: Oh Danny Boy 1x, Eddie – Let me take you 1x





 

Textprobe von Don Winslow – Pacific Private:

 

Ja, Dan versteht Red Eddie. Versteht ihn, als wäre er doppelt so groß und noch mal so gefährlich. Versteht auch, was Red Eddie von ihm will. Bring Ordnung in Deinen Scheiß. Und was für eine Scheißunordnung – schließt die falsche Fischfabrik. (Kleine Hilfestellung von mir: Die falsche Frau wurde umgebracht...)







Fazit zu Don Winslow – Pacific Private:

 

 

Ich glaube dieses surfverseuchte Machwerk wäre selbst einem Bild Zeitungs Redakteur zu doof. Schlimmer kann ich die Bewertung nicht formulieren.

 

Ich werte mal positiv 8 von 100 möglichen Punkten

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