Kurpfalzpark, Wachenheim

Der Kurpfalzpark Wachenheim ist kein Erlebnis Park wie der in der nähe befindliche Holiday Park. Wo Natur und Besucher im Einklang ist, muß nicht automatisch langweilig drauf stehen. Für Familien mit Kinder von 2-8 Jahren oder für Ruhe Interessierte Menschen kann man hier idyllisch schöne Tage verbringen. Es gibt viele Spielplätze. Mit dem Rutschenparadies und der Rodelbahn auch kleine Attraktionen. Dazu eine Greifvogel und Wolf Show jeden Tag, die garantiert begeistert. Wer für einen schönen ruhigen Tag also 12-14 Euro (in bar!!!) übrig hat, wird sich hier gut aufgehoben fühlen.

Da ich schon immer gerne in Parks gegangen bin und wir ja noch kurz in Mannheim wohnen, mußten wir natürlich auch einmal in den Kurpfalzpark nach Wachenheim. Und da es beim erstenmal mir da so gut gefallen hat, bin ich natürlich mit unserer 5jährigen jetzt während der Kindergartenfreien Zeit nochmal dahin




Adresse vom Kurpfalzpark Wachenheim:


B&T Kurpfalzpark GmbH&Co.KG, 67157 Wachenheim an der deutschen Weinstraße

Telefon 06325-9590 10

info@kurpfalz-park.de


www.kurpffalz-park.de




Anreise zum Kurpfalzpark Wachenheim


Wer die Pfalz kennt, weiß ohne Auto geht gar nichts. Vermutlich fährt auch ein Bus dahin, da es aber mitten im Kurpfalz Wald ist, empfiehlt sich das Auto. Man darf sich auch nicht wundern, wenn man von Wachenheim aus kommend noch mal gut 10 Minuten fährt und die meiste Zeit relativ eng relativ steil berghoch durch den Wald mit vorgeschriebener Geschwindigkeit 30 kmh.




Parkplatz im Kurpfalzpark Wachenheim:


Die erste Überraschung: Sehr großes Parkplatzangebot und das komplett gebührenfrei. Das habe ich so nicht mehr erlebt. Viele drängeln sich auf die rund 100 Stellplätze vorm Haupteingang. Aber 200 Meter weiter oben und 100 Meter gegenüber gibt es reichlich Parkplatz. Wo man zum einen kostenfrei und zum anderen auch teilweise sonnengeschützt parken kann An- und Abfahrt ist aufgrund der komfortablen Parkplatzgestaltung so gar kein Problem.




Eintritt beim Kurpfalzpark Wachenheim:


Hier nur die wichtigsten Übersichten, da es die üblichen Vergünstigungen für Gruppen etc gibt.


Erwachsene 14 Euro und Kinder ab 4 Jahre12 Euro. Das ist dann in Summe für die gebotenen Leistungen eher schon teuer. Auf der anderen Seite kann man aber Getränke und Verpflegung so viel man will mitnehmen und locker einen ganzen Tag verbringen, ohne vor Ort nochmal Geld ausgeben zu müssen, von daher relativiert sich das alles.


Wichtig: Nur Bares ist Wahres! So unglaublich es klingt, das man keine Parkplatzgebühr bezahlen muß, so antiquiert ist die Bezahlmethode. Wenn man nicht genügend Bargeld dabei hat, kann man wieder fahren! Einen Geldautomat gibt es nicht und Karten jeglicher Art werden nicht akzeptiert!




Der Park Kurpfalzpark Wachenheim:


Ich mach mit Euch faktisch einen Rundgang, wobei sich das meiste geradeaus und dann rechts abspielt. Ich würde mal sagen hat man die gut 100 Meter von der Kasse nach unten in die erste „Attraktion“ geschafft kann man noch ca 400 Meter Rundweg das Gros des Parkes erkunden, doch der Reihe nach:


Direkt an der Kasse ist ein Souvenirbasar, eine richtige Waldgaststätte und natürlich Toiletten.


Kurz dahinter kommt bereits das Hasen- und Ziegengehege wo die Kleinen schon die ersten Fütterungen vornehmen können (Packungen günstig an der Kasse zu erwerben).


Kurz dahinter auf der anderen Seite stehen 5 „Lachspiegel“ die verschiedene Verzerrungen zeigen, wenn man davor steht.


Etwas weiter rechts beginnt der sogenannte Waldlehrpfad wo man Informationen auf Holfpflöcken findet.


Etwas weiter links ist bereits der Wutzel, das Markenzeichen des Parks. Eine überdimensionierte leicht animierte Wildsau die kräftig uns Ankömmlinge willkommen heißt und etwas erzählt.


Weiter auf der rechten Seite kommt dann eine größere Bank mit allerlei Wutzel und Co Getiers wo 4 Personen Platz finden und ein beliebtes Fotomotiv sind.


Dann ist man auch schon an der ersten „Hauptkreuzung“ und der ersten richtigen Attraktion:


ATTRAKTION: Rutschenparadies! Man sieht 8 wellenförmige Bahnen. Am Ende der Bahn ist ein Häuschen wo man Matten ausleihen kann. Zumindest sollte, denn das ist die Erfahrung aus insgesamt 4 Parkbesuchen, das das ganz schön zäh werden kann. Alle die rutschen, rutschen in der Regel nochmal und nehmen ihre Matten mit. Somit steht man vor den Rutschen, hat aber keine Matten und muß quasi warten bis einer der vermutlich ca 30 Matten“inhaber“ müde ist und nicht mehr rutschen kann oder will und man somit eine Matte bekommt. Hat man dann eine Matte ergattert -man kann alleine oder mit einem kleinen Kind auch gut zu zweit rutschen- muß man die Stufen bis zum Start hochgehen. Was ich schon mal gut finde, denn da werden die Kinder -hach und man selbst- ordentlich müde, da man natürlich ein ordentliches Stück die Stufen hochsteigen muß, um dann in wesentlich höherer Geschwindigkeit runterzurutschen. Ist man oben hat man 3 Optionen: Direkt rechts sind 3 extrem steile Rutschen, die in einem Tunnel beginnen. Das ist so steil, das ich als ich das erste mal vor Jahren da war mich gar nicht getraut habe Beim letzten Besuch sind wir aber fast nur noch die Rutsche gerutscht weil die einfach mehr fetzt. Die Beginner und weniger wagemutigen nehmen eine der 4 Open Air Bahnen in der Mitte. Die ist die ganze Zeit im freien, ist viel weniger steil und dafür angenehm hügelig. Ganz links außen die Bahn ist auch in einem Tunnel aber nicht wirklich steil und nicht wirklich hügelig, so das die auch am wenigsten befahren wird. Das fahren sollte so funktionieren: Man legt die Matte auf die Bahn. Steckt seine Füße in den vorgesehen Fußsack, hält sich an den seitlichen Schlaufen fest, schiebt sich an und hat Spaß. So einfach geht das. Allerdings sollte man vorher sehen, ob keiner mehr auf der Bahn ist, bzw etwas warten bevor einer abgefahren ist, da man ja unten auch wieder zügig auf der rutschigen Matte auf der rutschigen Bahn aufstehen muß, damit der nächste los kann. Aber faktisch ist die Bahn den ganzen Tag mit viel Gejohle den ganzen Tag belegt und macht einen Mordsspaß.



Direkt an der Bahn ist auch ein Imbiss damit man sich von der Anstrengung erholen kann. Hier gibt es auch reichlich oftmals beschirmte Sitzplätze. Die Preise sind üblich wie in jedem Park z.B. Currywurst mit Brot 3,30 Euro.


Ich halt mich jetzt mal rechts im Park und gehe geradeaus weiter. Gegenüber vom Imbiss ist die Seeterasse wo man auch gut essen kann und wie der Name sagt auf den See schauen kann wo man die Schwanentretboote sieht.


Am Imbiss entlang kommt direkt die Kindermotorradbahn. Hier können die Kleinstkinder die langsamen gestützten Motorräder fahren Einwurf 1 Euro


Dann folgen auch schon die nächsten Toiletten und gegenüber ist das Waschbärgehege. Einen Waschbär habe ich in allen Parkbesuchen allerdings nicht gesehen, nur die Entchen die da rumplantschen.


Danach folgt auf der zweiten Seite die zweite Attraktion


ATTRAKTION: Kurpfalz Coaster und Rotsteigflitzer. Das sind Bobbahnen wo man alleine oder auch zu zweit fahren kann. Weil das hier auch so richtig fetzt muß man faktisch immer anstehen. Beim Coaster mehr als beim Flitzer, weil der Coaster neuer und moderner und leichter zugänglich ist Außerdem sitzt man wesentlich besser im Coaster. Bei allen Parkbesuchen war die Schlange bis zum Eingang der Hütte, was dann einer Wartezeit von rund 15 Minuten entspricht. Hat man die Wartezeit überstanden muß man sich im Coaster anschnallen, die Kleine vor einem auf einem eigenen Sitz, den Hebel nach vorne und schon rutscht man nach unten. Nach einer kleinen Kurve wird man dann automatisch nach oben gezogen und kann sich wirklich sehr gemütlich im Coaster zurücklehnen (die Lehne fehlte beim Flitzer). Ist man oben muß man dann die Bremsbügel nach unten schieben und rauscht dann in das Tal. Vor engeren Kurven stehen Schilder „Bremsen“. Vermutlich würde man aber auch die komplette Fahrt ohne zu bremsen schaffen, also keine Angst vorm rausfliegen. Hier auf der Bahn habe ich von 5 bis 85 schon alles alleine fahren sehen. Doof ist es natürlich wenn gerade vor einem ein wenige wagemutiger Fahrer unterwegs ist, der wirklich ständig und immer bremst, so das dann so Fahrten hin- und wieder in kleinen Kolonnen enden.


Gegenüber vom Coaster ist große Kinderspielpaltz „Piratennest“. Dem Namen angelehnt findet man hier eine Piratenbau ähnliches Holzgebäude mit allerlei Kletter- und Spielmöglichkeiten für unsere 2-10jährigen Kids. Rutschen, Bimmeln, Klettern alles was so ein Kinderherz höher schlagen läßt. Das meiste mit einem großen Netz versehen, so das die Kleinen nicht rausfallen können. Unten alles gemulscht und reichlich Platz für die Erwachsenen sich hinzusetzen und auszuruhen oder den Kleinen halt beim toben zuzuschauen. Da alles im Wald ist, hat man auch nicht dieses Hitze- und Sonnenproblem.


Nach dem Coaster kommt die Wild- und Waldlehrschau – die ich bislang aber immer verpaßt habe.


Dann geht man einen längeren Weg -rund 400 Meter- weiter richtig in den Wald in das Tal der Damhirsche. Am Ende dieses Pfades findet man die Greifvogel und Flugstation. Dort sind dann auch reichlich Bänke, da hier 2x täglich um 11.30 Uhr und 13.30 Uhr eine wirklich tolle Greifvogel Show stattfindet. Über das Tal läßt der Mann die verschiedenen Greifvögel immer wieder Kreise ziehen und anfliegen bis die ihre Leckerli aus seiner Hand holen. Ungewöhnlich und deshalb auch so klasse wird das, wenn im Laufe der Vorführung die Greifvögel immer mehr und schneller extrem dicht über die Köpfe der Zuschauer angesaust bekommen. Die grandiose Vorstellung wird nach rund 30 Minuten damit noch getoppt das man diverse Tiere auch mal anfassen kann. Wirklich extrem gelungen und eine Superunterhaltung. Was aber definitiv nicht verständlich ist, ist genau wie bei der Wolfshow der Ton. Die haben eine dermaßen miese Tonqualität mit ihren Headsets, das einem der Spaß an der eigentlichen tollen Vorstellung dadurch schon etwas vergällt wird.


Da wir jetzt an dem einen Ende des Parkes angelangt sind gehen wir den Rundweg durch den Tal der Dammhirsche zurück und landen jetzt auf der anderen Seite der Anlage. Hier findet man einen kleinen Irrgarten. Allerdings war der aufgrund der Dörre bei unseren Besuchen wenig spektakulär und wir sind deshalb auch nur einmal durch.


Dann folgt ein kleines Unterhaltungsareal, was auf der anderen Seite mit dem bekannten Piratennest endet Es gibt einen Abenteuerpark, der nichts anderes ist als ein großangelegter Spielplatz. Der aber so toll gestaltet ist, für Groß und Klein, das neben dem Rutschenparadies hier immer der größte Andrang herrscht. Kann auch sein, weil das wirklich super Puppentheater hier 4x täglich gastiert (12.30, 13.30, 15.00 und 16.30 Uhr)- Ja ja ich seh Euch schon Augenrollen, Puppentheater ja ne ist klar, albern, lachhaft, kenn ich schon. Hatte ich auch gedacht. Allerdings habe ich mir jetzt 2 Vorstellungen mit unserer Kleinen angeschaut und man muß einfach sagen, das ist wirklich super. Sehr lustig, das geht voll ab, die Kleinen schreien, brüllen und johlen mit und auch wenn der „Plot“ der Geschichten rund um die Hexe Sauerkraut doch leicht vorhersehbar scheint, ist das immer ein Mordsspaß für alle. So desweiteren gibt es auf dem Aareal noch die Bumperboats. Hier kann 5 Minuten auf einem runden Schwimmboot im Kreise fahren. Sieht leider toller aus, als es ist, so das man hier auch mit Wartezeiten von 5 oder maximal 10 Minuten rechnen muß, ich hatte persönlich nach 2 Minuten genug von der Fahrt. Über die Boote sieht man die Schwebesessellifts. Da bin ich mit meiner älteren auch mal gefahren. Man setzt sich in einen Lift, wird gut 2 Meter nach oben gezogen, saust einmal über den Tisch, fährt zurück, hochgezogen, rübergesaust und zurück. Kann man machen, muß man aber nicht, dafür auch faktisch keine Wartezeit.


Weiter auf der linken Seite des Parks ist ein weiteres kleines Aareal mit wiederrum einem Abenteuerspielplatz. Dort sind halt etwas weniger Spielgeräte und die sind dann in Summe eher auf die 6-10 jährigen zugeschnitten Dafür gibt es hier auch eine große Freiterasse wo dann oft die Gruppen logieren. Ein Waffelhaus -was bei allen meinen Besuchen bislang immer zu war-. Eine Grillstelle und ein weiterer Imbiss.


Dort angeschlossen wiederrum Toiletten und einenWickelraum.


Es folgt dann ein Gehege mit Minipferde und davor ist dann die Station für den Bahnhof „Kurpfalz Expreß“. Wie in den Parks so üblich eine kleine Bimmelbahn, die mir hier kostenfrei erscheint. Gegenüber gibt es noch ein Schwarzwildgehege mit zuletzt putzigen kleinen (Drecks-)Schweinen.


Daneben dann die Picknickplätze und gegen Ende unseres Rundgangs die Schwanenboote. Tretboote halt. Da war man mal direkt dran und mal gab es Schlangen. Wer Tretboote kennt, weiß das sieht lustiger aus als es ist, da man ja doch in der Regel ein Kind dabei hat und das bedeutet das man selbst ordentlich trampeln darf, während der Nachwuchs ja eigentlich kurz nach dem Einsteigen schon die Nase voll hat. Dafür sehen die Dinger als Schwan aber auch wirklich toll aus. Zeitbegrenzungen gibt es mE nicht, wir sind dann zweimal so rund 5-10 Minuten (zumindest gefühlt) gefahren.


Links im Park kann man dann eine große Schleife machen, die wohl die wenigsten zu Fuß laufen, ich auch nicht, wo man dann vermutlich nur mit dem Expreß herkommt. Vorher gibt es aber an der letzten Kreuzung bevor es dann zum Rotwild- und Sikalwildgehege und Eselgehege geht noch das Wolfsgehege.


Wolfsgehege: Bei den ersten Besuchen habe ich keine Wölfe gesehen. Beim letzten mal war gerade die Fütterungsschow. Außer besagten extrem schlechten Ton fand ich die mehr als arrogante Art des Redners ätzend genug mir die Show nicht bis zum Ende anzusehen. Allerdings muß man sagen, das die Wölfe die da rumliefen schon extrem eindrucksvoll sind Durch die großen Gitter kann man die Tiere sehr gut sehen und ist entsprechend nah dran. Da die wegen der Fütterung sehr aktiv war, kann man sich schon vorstellen, das diese Tiere zur Gattung der Raubtiere gelten. Echt eindrucksvoll.


Da ich die Schleife nie gegangen bin, daher nur der Vollständigkeit halber, alles was man da sehen könnte: Luchsgehege, Grillstation, Grillpavillon, Forellenteich, Wasserwildgehge, Rotwildgehge.




Gesamteindruck und Fazit zum Kurpfalzpark Wachenheim:


Wenn wir noch länger in Mannheim leben würden, würde ich mir mit Sicherheit eine Jahreskarte für den Park holen. Unsere Kleine -und auch ich- haben einen Riesenspaß in dem Park. Wenn man sich mit Getränken und Essen vorbereitet kann man faktisch ohne Geld auskommen. Die Kleine kann toben und spielen, findet auch jedesmal Spielkameraden und man selbst kann mitmachen oder halt chillen. Es gibt eine ausreichende Toilettenversorgung. Vor den „Attraktionen“ gibt es keine wesentliche Wartezeiten. Selbst in den heißen Tagen hat man es schön schattig. Die Shows sind wirklich toll. Vermutlich richtig doof würde es bei Regentagen. Alles in allem wird das natürlich für Teenager über 10 Jahre eher langweilig sein. Meine 13jährige müßte nicht unbedingt nochmal dahin Aber das ist ja auch nicht Zielgruppe. Für Familien mit Kinder bis 10 Jahre, ich würde sagen optimal 2-8 Jahre ist das auf jeden Fall ein Park wo man sich einen ganzen Tag wirklich schön unterhalten kann. Man Action machen, sich was angucken, einfach nur spielen oder chillen. Also für mich für die genannte Zielgruppe eine absolute Empfehlung!


95 von 100 möglichen für die Zielgruppe (2-8 Jahre alte Kinder)

Kommentar schreiben

Kommentare: 0