Ant-Man (3D)

Marvel, Klein, neuer Superheld, Paul Rudd als Synonym für Comedy.Launiges verspielte neue Marvel Comicverfilmung die sehr menschelt. Ein Film wie Popcorn, süß und leicht verdaulich, aber halt ohne Langzeitwirkung. Gibt schlimmers, aber auch besseres. Für Fans definitiv ein Muß

Als bekennende Marvel Fans mußten natürlich meine Trauzeugin und ich in den neuen Ant-Man Film. Gesehen haben wird den Film für 11 Euro am 04.08.2015 um 20.20 im Kinopolis zu Bonn.





Zum Film Ant-Man (3D):


Zu Beginn des Film quittiert Hank Pym seinen Dienst bei Shield. Er hatte einen Partikel entdeckt, der einen schrumpfen lassen kann. Shields Pläne diese Partikel zu einer Waffe umzufunktieren sieht Pym mit großer Besorgnis und quittiert im Unfrieden mit Shield seinen Dienst.



15 Jahre später: Scott Lang hat sich in einer Robin Hood Marnier eingehakt und Verbotenes verteilt und sitzt seine Strafe ab. Daraufhin hat sich auch seine Frau getrennt und somit sieht er seine kleine Tochter nicht mehr. Sein Freund holt ihn nach seiner Haftentlassung ab und will mit ihm direkt wieder ein Ding drehen. Scott weiß: Noch ein Ding und er ist wieder im Knast und er hat keine Chance mehr seine kleine Tochter zu sehen. Also dann lieber im Imbiss Shakes verkaufen.



Doch als er wegen seiner Vorstrafe entlassen wird, sieht er nur noch eine Chance: Ein letztes Ding drehen. Was er nicht weiß: Hank Pym der mittlerweile selbst eine erfolgreiche Firma gegründet hat, hat den Einbruch von Scott gezielt gelenkt.



Hank hatte eine eigene Firma gegründet, die er jedoch nach dem Tod seiner Frau und der Entfremdung zu seiner Tochter an den Intriganten Zögling Darren Cross verloren hat. Was alle anderen nur ahnen aber nicht wußten: Hank war lange als Ant-Man aktiv und unterwegs und jetzt da Darren kurz vor der Entdeckung des Pym Partikels ist, muß er in seine eigene Firma einsteigen, um die Welt zu retten. Und dafür braucht er Scott.



Und während Scott und Hank sich erst kennenlernen müssen, kommt Darren dem Partikel immer näher. Scott lernt den Anzug kennen und Hope -Hanks- Tochter muß sich entscheiden: Eine Karriere an der Seite Ihres Lovers Darren, oder glaubt sie die Verschwörungstheorie Ihres Vaters....?







Meine Meinung zu Ant-Man (3D):


Um es kurz zu machen: Marvel liefert seit Jahren Qualität. Qualität in Optik und Umsetzung. Wie bei Comic Verfilmungen üblich ist entsprechend an Story gespart worden.


Und: 3D hätte man sich mal wieder schenken können. In einem Vortrailer (hier „Everest“) konnte man sehen, was bei einem Realfilm auch in 3D möglich wäre, aber hier waren sich meine Trauzeugin und ich mal wieder einig: 3D Effekte haben wir keine wahrgenommen – und man kann bedenkenlos sich nur mit der 2D Version abgeben.


Hier kann ich dann auch gerne einen Filmkritiker zitieren: Große Unterhaltung, aber nichts was man nicht schon gesehen hätte. Nicht die Effekte der Avengers, nicht die Coolness von Iron Man und nicht den Humor der Guardians – aber egal: Kurzweilig, lustig, bunt mit vielen bunten Momenten.


Ich bin allerdings mit der Erwartung in den Film gegangen, das der deutlich lustiger als die anderen Marvel Verfilmungen ist, und das bei vergleichbaren Schauwerten. Lustig war er ja, aber halt nicht so intelligent wie Iron Man. Dafür muß man sagen, das die Actionszenen und Effekte durchaus mehr als sehenswert waren.


Was für mich den Film dann doch unterm Strich enttäuschend machte, war der typisch amerikanische Schwerpunkt auf die Familie. Was noch ertragbar gewesen wäre, wenn es ein Handlungsstrang gewesen wäre, aber hier gab es direkt 3 und das war dann nachher zentraler als die interessante Thematik um den Pym Artikel.

  • Hank und Hope. Hank hat Hope nie erzählt das seine Frau -und ihre Mutter- als The Wasp Hank im im geheimen Kampf geholfen hat und ihr Leben -natürlich- für die Rettung der Welt geopfert hat. Hank wollte sie beschützen und Hope denkt er hätte sie nie als Kind geachtet und anerkannt.

  • Scott und sein Kind. Seine Frau hält ihn für einen Hallodri und hat jetzt einen Polizisten als Stiefvater für seine kleine Tochter. Sein Kampf um seine Tochter -in ihrem Zimmer wird später der Showdown stattfinden- ist ein weiteres elementares Puzzlestück des Films

  • Hank und Darren: Hank hat in Darren sein früheres Ich entdeckt- und als er zuviel Hank entdeckte sich von ihm getrennt. Darren hat nie verstanden, warum sein Mentor sich so abrupt und schroff von ihm trennte und lange nach Anerkennung gesucht, oder um es kurz zu machen: Er ist halt der typische geld- und machtgeile Psychopath.



Das Hank jetzt Scott ebenfalls als eine Art Ziehsohn erzieht, habe ich jetzt noch gar nicht erwähnt.

Ein sehr guter Film braucht immer einen brillanten Bösewicht (sieht Loki bei Thor oder Morriaty bei Sherlock). Darren macht das ordentlich, aber mehr leider auch nicht.


Von einer Comicverfilmung erwartet man auch nicht viel Handlung. Vor dem Hintergrund das hier die Familiengeschichten so deutlich im Vordergrund stehen, ein typisches Muster bei „Erstlingen“ von geplanten neuen Serien (Ausnahme Guardians), haben wir als Basishandlung den Konflikt mit Darren.

Böser Darren will die Welt „vernichten“ guter Hank muß Scott finden und ausbilden, damit die beiden sich auf Mikroebene so ordentlich eins auf die Fresse hauen können. So kann man die Handlung in einem Satz zusammenfassen.





Technische Details von Ant-Man (3D):



http://marvel.com/antman#/antview


USA/GB 2015, Animation, Science-Fiction, Comicverfilmung


FSK 12, 117 Minuten Laufzeit


Budget: 130 Mio US$, Einspiel USA bislang 132 Mio US$


Premiere 29.06.15 LA, Kinostart Deutschland 23.07.2015


Regie: Peyton Reed *3.7.64 North Carolina inszenierte u.a. 2006 Trennung mit Hindernissen, 2008 Der Ja-Sager


Drehbuch: Edgar Wright, Joe Cornish, Adam McKay, Paul Rudd


Paul Rudd: Scott Lang/Ant-Man*6.4.69 New Jersey war u.a. in 1995 Halloween VI, 1999 Gottes Werk und Teufels Beitrag, 2006 Nachts im Museum





Fazit zu Ant-Man (3D):


Eine gelungene Comicverfilmung nicht mehr und nicht weniger und die allerdings mal wieder kein 3D gebraucht hätte. Ein sympathischer neuer Superheld mit Paul Rudd, ein etwas unterforderter Michael Douglas und leider kein allzu böser Oberbösewicht. Obwohl von Anfang an klar ist wie es ausgeht und viel zu viel gemenschelt wird, ist der Film kurzweilig, lustig und mit durchaus interessanten Show-Werten. Es bleibt dabei, wenn ich einen Film durchaus häufiger im Fernsehen sehen werde, war der einfach gut und das kann man so einfach mal stehen lassen. Kein Meilenstein, aber eine gewohnt gelungene Comicverfilmung die durchaus Appetit auf mehr macht.


Für mich daher 84 von 100 möglichen Punkten

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