Jurassic World (3D)

Die Dinos sind back. Und zwar großartig. Tolle Effekte, cooler Sound, sensationelle Kulisse, da mach ich gern auch Abstriche in "der Handlung". 3D mit Tiefenwirkung und Dolby Sourund man den Dino Atem im Nacken hat. So muß Popcorn Kino sein und so dürfen die Dinos gerne wiederkommen

Der erste Arbeitstag nach freiwillig verkürzter Elternzeit führt mich bei subtropischen Temperaturen von nahezu 35 Grad natürlich ins Kino. Zu sehen gab es im Cinexx zu Hachenburg für mittlerweile unglaublich günstige 8,50 Euro den neuen Jurassic Park Film Jurassic World am 01.07.2015 um 17 Uhr zu sehn.





Zum Film Jurassic World (3D):


(Sofern man das Handlung nennen will).


Verkürzt: Saurier bricht aus und frißt alles ihm vor das vielzahnige Maul kommt.

Etwas ausführlicher: Die Kinder Gray und Zach Mitchel werden von ihren scheidungswilligen Eltern auf die Insel Isla Nublar geschickt wo ihre Tante Claire Deaning Leiterin ist.


Was wie ein Paradies mit Saurier Streichelzoo und bombastischen Attraktionen wirkt ist natürlich auch marktwirtschaftlich gebunden. Und somit werden nicht neue Dinosaurier geboren, sonder synthetisch im Labor designt. Das neueste Monstrum ist ein Indominus Rex was auf T-Rex basiert und ein paar unbekannte Genzumischungen hat.


Das Biest stellt sich jedoch als erstaunlich schlau heraus. Gerade als Owen Grady, seines Zeichens einer der Dino Mitarbeiter und in Claire verliebt ist, die Anlage überprüfen soll, schafft es der Indominus Rex den Ausbruch und somit gibt es die ersten Leichen auf der Insel.


Der Milliardenschwere Besitzer Simon Masrani will seine 25 Millionen Dollar Investition nicht abgeschossen wissen, trotz massivster Bedenken von Owen und somit werden die Sicherheitskräfte als nächstes an den ausgebüchsten Dino verfüttert.


Entsprechend wütet der Dino weiter wild auf der Insel, es werden immer mehr Dinos gefressen oder befreit und natürlich die Kids gejagt, dieser natürlich von Owen gejagt und nach reichlich Dinofutter lässt ein verrückt bessesener Sicherheitschef die Velicoraptoren frei damit diese den Überbösedino verputzen sollen. Blöde Idee...







Meine Meinung zu Jurassic World (3D):


Böse Zungen behaupten der Film wäre eine Aneinanderreihung von wüsten Verfolgungsjagden. Also grob gesagt Fast&Furious ohne Autos, oder Transformers ohne Robotern.


Dann kann man sich fragen wie die gute Claire es auf High Heels schafft so viele Sprints auf den Wiesen hinzulegen. Oder wie es Owen schafft durch tantrisches Hand auflegen die komplett wilden Velicoraptoren domestizieren zu wollen. Oder wie man auf die absolut bescheuerte Idee kommen kann Velicoraptoren als Kampfmaschinen einzusetzen.

Ich denke man es verkürzt darauf bringen, das dieser Film mit absoluter Sicherheit nicht den Drehbuch Oscar bekommen wird.


Das kann man als Cineast aber getrost unter den Tisch fallen. Für mich ist das größte Manko, das Jeff Goldblum nicht mehr mitspielt. Dieser kleine Verlust wird aber durch die tollen Show Effekte schnell wieder wett gemacht.


Also der Reihe nach: Klar der Plott um die beiden nicht wirklich sympathischen Teenager, die natürlich von Dinos bedroht und natürlich nicht gefressen werden, bedienen doch hauptsächlich das jüngere und Familienpublikum. Man kann es aber auch als liebevolle Remineszenz an die Originale sehen.


Dann wird der Park als riesige Disney Land gezeigt. Tolle Sets, schöne Bilder, schöne Ideen. Dino Streichelzoo, mit Dino Reiten und Co. Man kann durch die Gehege fahren, offen Safari ähnlich oder halt in einer geschlossenen unzerstörbaren Kugel durch wilde Dino Herden. Es gibt Volitgeren, Ausstellungsgefängnisse für T-Rex Raptoren und Co. Ein großer Zoo- und Entertainmentpark natürlich.


Dazu gibt es den fiesen Sicherheits-Chef, den genialen Wissenschaftler, die Workaholic Managerin die auf den kernigen Abenteurer trifft und dann natürlich unseren Chris Pratt der es mit dem Film endgültig in den Blockbuster Olymp geschafft haben sollte.


Es mag stimmen, das die Hauptdarsteller nicht unglaublich sympathisch sind, aber sie werden toll eingeführt, super gespielt, glaubhaft und oftmals mit kleinen Witz, a la Running Gag mäßig garniert was im Vergleich zu den Vorgängern erfrischend neu ist.


Das ganze steht und fällt natürlich mit Dinos, also den Effekten. Klar größer ist besser und mehr. Aber auch die kleinen Dinos sind absolut glaubhaft inszeniert und tragen ihren Teil der Geschichte. Das die zweite Hälfte eine einzige Zerstörungs, Verfolgungs- und Verwüstungsorgie ist, aber mal ehrlich waren das nicht alle Marvel Verfilmungen und die schon reziertierten Fast&Furious sowie Transformers Filme auch. Aber Jurassic Parc ist einfach grüner.


Und das die Dinos nicht mehr schlüpfen sondern designt werden ist schlicht und konsequent und gut.


3D ist bei Realverfilmungen faktisch selten nötig. Die Kampfszenen- und das waren nicht wenige- habe ich auch komplett nicht als 3D wahr genommen. Dafür aber oftmals die Tiefenwirkungen wenn die Personen in Großaufnahmen zu sehen waren. Von daher: Man muß das nicht in 3D sehen, aber für relativ schmales Geld, hat das bei den Personen Szenen durchaus einen Mehrwert gehabt.


Die Musik ist zwar nicht vom Original Komponisten, aber deutlich an die Vorgänger angepaßt.


Chris Pratt ist die coole Sau die er schon in den Guardians war und auch wenn die Idee das er sich als Alpha Raptor inszeniert totaler Humbug ist, aber die nächtliche Jagd wo er auf dem Motorrad in „seinen“ Raptoren fährt und quasi einen auf Anführer macht, ist für mich das Action Highlight des Jahres.





Technische Details von Jurassic World (3D):


http://jurassicworld-de.tumblr.com/


Thriller, Abenteuer, Action, Science-Fiction USA 2015

Kinostart Deutschland 11.06.2015, Premiere 29.05.2015


Laufzeit 125 Minuten, FSK 12

Budget 150 Millionen US Dollar, Einspiel USA bislang 558 Mio Dollar


Stand Heute auf Platz in den KinoCharts Deutschland (4 Wochen), USA (4 Wochen) Frankreich (3 Wochen)


Regie: Collin Trevorrow *13.9.76 San Francisco. Er ist auch Drehbuchautor und hat hier mitgeschrieben, Der Film ist sein größtes Projekt


Musik: Michael Giacchino *10.10.67 New Jersey, war u.a. auch für 2004 Die Unglaublichen, 2009

Star Trek, 2009 Oben (Oscar), 2011 Mission Impossible und 2014 Planet der Affen verantwortlich


Chris Pratt: Owen Grady *21.06.79 Minnesota war u.a. auch von 2002-2006 in der Serie Everwood, im Kino u.a. 2008 Wanted, 2012 Zero Dark Thirty und natürlich 2014 The Guardians of Galaxy


Bryce Dallas Howard: Claire Dearing *2.3.81 Los Angeles war u.a. in 1995 Apollo 13, 2004 The Village, 2007 Spider-Man 3, 2009 Terminator und ist die Tochter des Regisseus Ron Howard


Fazit zu Jurassic World (3D)


Von so einem Film erwartet man keinen Drehbuch Oscar. Und da fange ich an: Viel mehr als außergewöhnliche tolle Effekte und jede Menge Action a'la Verfolgungsjagden wird uns hier nicht serviert. Aber das in außergewöhnlich toller Qualität, mit recht guten 3 D Effekten. Für so Filme sind Kinos gemacht worden und ich kann jedem Popcorn Fan den Film mit guten Gewissen empfehlen.


Für Popcorn Fans daher satte 94 von 100 möglichen Punkten

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