Fred Ink - Das Grauen in den Bergen

Kurzweiliger spannender Roman über einen Mann dessen Erbe sein Verhängnis wird. Höchstinteressant im Stile vom guten Alten Edgar Allen Po

Einer Amazon Empfehlung hatte ich mal wieder gefolgt und das Buch Das Grauen in den Bergen von Fred Ink bestellt. Nach dem Lesen, werde ich es nun hier rezensieren.



Zum Äußeren von Fred Ink – Das Grauen in den Bergen:


Das dünne Taschenbuch hat eine sehr düstere dunkle Aufmachung. Über einem nebelwumwobenen Abendhimmel ragt eine riesige Faust über eine Düsterburg, dazu Autor und Titel.


Rückseite: Ein Mann wird aus der Nervenheilanstalt entlassen und erfährt von einem mysteriösen Erbe. Die Suche nach seinen Wurzeln führt ihn tief in die Berge Neuenglands, wo zahlreiche seiner Vorfahren auf grausige Weise ums Leben kamen. Was erwartet ihn auf dem Nebelverhangenen Gipfel? Welche Macht zieht unwiderstehlich an ihm und hat seine Familie ins Verderben gestürzt?


Dazu die ISBN Nummer





Zum Innenleben von Fred Ink – Das Grauen in den Bergen:


Mehr unter dnb.d-nb.de


Copyright 2012 by Fred Ink. Covergestaltung Jenny Merz. Herausgeber Oliver Lutz, Mössingen, ISBN Nummer, eine Widmung und dann fängt das Buch mit dem ersten Kapitel „Ein Schreiben und ein Abschied“ auf Seite 7 an. Es endet auf Seite 138.


Es folgt etwas über den Autor: Homepage von Fred Ink: www.fred-ink.jimdo.com, dann die Facebook Seite und der Twitter Kanal. Danksagungen und fertig.





Zum Buch Fred Ink – Das Grauen in den Bergen:


Ganz zu Beginn erhält Magdalene einen Brief von ihrem Mann Roderick. Sehr mysteriös schildert er ihr, das er vermutlich nicht mehr lebt, wenn sie den Brief erhält und er ihr aber erklären möchte, was mit ihm passiert ist.


Nachdem er aus einem Nervensanatorium entlassen wurde, wurde er von einem Chauffeur abgeholt, der ihn zu einem Anwalt gefahren hat. Obwohl er als Waise aufwuchs wird ihm ein Erbe seiner Eltern offeriert die ein hohes Vermögen für ihn hinterlassen haben und nicht nur das: Sie waren adelig. Die einzige Bedienung: Er muß das Anwesen der Eltern verbrennen, anschließend erhält er das Erbe.


Namen hat er abgeändert, da sie seine Spur nicht verfolgen soll. Er schildert desweiterem im Brief wie er dann in das Dorf seiner Eltern kam und dort nur eine alte Frau vorfand. Nach einer unangenehmen Begegnung mit ihrem Hund kommt im Heim seiner Eltern an und findet nach längerer Suche, den Grund, warum er das Gebäude niederbrennen soll.

Aus verschlüsselten Aufzeichnungen seines Vaters findet er heraus, das seine gesamte Sippe seit geraumer Zeit einem unheimlichen und gefährlichen Geheimnis auf der Spur war, die nicht nur seine Sippe und die Bewohner des Dorfes auf grausamste Weise ausgelöscht hat, sondern die auch ihn magisch in seinen Bann zieht.....





Meine Meinung zu Fred Ink – Das Grauen in den Bergen:


So ein dünnes Buch soll spannend sein und eine Geschichte erzählen können? In der Tat Ink schafft es auf relativ wenigen Seiten sehr viel Atmosphäre aufzubauen, die Personen sauber einzuführen, eine spannende Geschichte zu erzählen und dankenswerter Weise verzichtet er unsägliche Labereien.


Die Art ist an die Schreibweise des 19Jahrhunderts angelehnt, was ich ihr ausdrücklich als Lob verstanden haben müßte.


Das ganze klingt nach einer großen Portion Edgar Allen Poe, dazu eine Prise H.P.Lovecraft garniert mit einem Schuß Wilkie Collins. Kurzum es klingt nicht nur spannend und sehr unterhaltsam -und zwar von der ersten Seite an- sondern es ist auch.


Eine kurze Einleitung, die Personen werden eher nüchtern vorgestellt. Ein Geheimnis wessen Aufklärung man schon ahnt, dann folgt man gebannt den Weg des Protagonisten und verrückt erweise werden die Ereignisse sich so entwickeln wie man es ahnt. Da es aber spannend geschrieben ist, das Geheimnis interessant und mysteriös genug bleibt, ist der Lesespaß bis zur letzten Seite garantiert.


Am Ende bedauert man es dann doch, das dies Buch so schnell zu Ende ist, auf der anderen Seite hätte ein schlechterer Autor locker hunderte Seiten mehr geschrieben, aber wenig Inhalt geliefert und die Spannung nicht so hoch gehalten.


Kurzum : In der Kürze steckt die Würze. Wer auf intelligente Geschichten mit einer Portion Grusel in der Tradition von Edgar Allen Poe steckt, kommt hier voll auf seine Kosten.





Technische Details:


Getränkeliste: Sherry 1x, Tee 2x

Leichen: Kuh 1x, Hund 1x, Mann 13x, Frau 4x

Fortbewegungsmittel: Kurbelauto 2x, Bus 1x, Schwarze Limousine 1x





Textprobe:


Siedend heiße Tränen schossen mit in die Augen. Ich schrie wie von Sinnen und gebärdete mich wie ein Besessener. Wut gab mir die Kontrolle über meine Zunge zurück: „Ich bring' Sie um, Sie verdammtes Hexenweib! Ich werde mich befreien und dann sind Sie es, die im Feuer landet!“





Fazit zu Fred Ink – Das Grauen in den Bergen:

Ich mach es so kurz wie das Buch: Spannend von der ersten Seite. Intelligent ohne ausufernd zu werden und obwohl man das Ende ahnt -der Autor schreibt es im Ego ja sogar- bedauert man, wenn das kleine Buch auf einmal fertig ist. Man muß allerdings ein wenig die Atmosphäre Edgar Allen Poes und ein wenig Fantasy/ Horror mögen. 


Für mich 97 von 100 möglichen Punkten

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