Franz Kafka - Der Prozess

Ein Mann wird von einem anonymen Gericht angeklagt. Es wird keine Klarheit geben. Ich habe kein Abi - und entsprechend das Buch mit Interesse, aber mit Kenntniss dessen was der Autor mir sagen will, gelesen.

Vorrede: Folgendes Buch habe ich gelesen, aber vermutlich reicht mein Realschulabschluß vor rund 30 Jahren nicht um die Tiefen dessen was das Buch vermitteln will zu verstehen.


Gefunden hatte ich Der Prozess von Franz Kafka in der Tauschtelefonbörse zu Hachenburg, also für lau.




Zum Äußeren von Franz Kafka – Der Prozess:


Vorne drauf so eine kunstindividuelle Zeichnung, die ich zwar auch nicht verstehe, aber zumindest ganz hübsch anzusehen ist. Dazu Autor, Titel und Verlag Anaconda.


Rückseite: Grundlos wird Josef K. an seinem 30. Geburtstag verhaftet und verhört. Die Umstände sind grotesk, niemand kennt das Gesetz, und das Gericht bleibt anonym. Die „Schuld“ erfährt Josef K. Hafte ihm an, ohne dass er dagegen etwas tun könne. Verbissen, aber erfolglos versucht er, sich gegen die zunehmende Absurdität und Verstrickung zu wehren, schlägt jedoch jede Warnung vor weiterer Gegenwehr in den Wind und wir schließlich ein Jahr später vor den Toren der Stadt exekutiert. - Franz Kafka hat mit diesem Roman ein Jahrhundertwerk geschaffen, das auf beispielhafte Weise die wesentlichen Existenzfragen des modernen Menschen neu formuliert. ISBN Nummer.




Zum Inneren:


Der Text folgt der Erstausgabe Die Schmiede 1925, Copyright 2006 Anaconda Verlag Köln


Dann beginnt das Buch mit dem Ersten Kapitel auf Seite 5 und endet auf Seite 208.





Zum Roman Franz Kafka – Der Prozess:


Erstes Kapitel: Verhaftung – Gespräch mit Frau Grubach – Dann Fräulein Bürstner


K. wacht auf und wundert sich über die Männer in seinem Zimmer. Zu seiner Verwunderung erklären diese, das er verhaftet sei. Warum und wieso wissen sie nicht. Seine Vermieterin Frau Grubach hat ein schlechtes Gewissen, weil sie die Männer hereingelassen hat. Er wurde im Zimmer der Nachbarin Fräulein Bürstner befragt, was er für befremdlich hielt, zumal auch 3 niedrige Angestellte bei dem Psydo Verhör beiwohnen. K. erhascht sich bei Fräulein Bürstner einen Kuss- wohl zu ihrem Verdruss.


Zweites Kapitel – Erste Untersuchung


Hier erfährt er immer noch nichts über den Grund seiner Verhaftung und die Untersuchung vor dem anonymen Gericht wirkt nur vorgeschoben.,


Im weiteren Verlauf des Buches wird K. der sich bislang wenig Sorgen um den Prozeß macht, mehr und mehr besorgt. Er war sorglos da er völlig unschuldig ist und da weder eine Anklage erhoben wurde, noch er eine Idee hat, welches Verbrechens er schuldig sei, fühlt er sich gut. Aber nach und nach wird der Prozeß klarer, und zuerst ein Advorkat und später ein Maler deuten ihm die Tiefe seines Vergehens an. Das führt dann so weit, das er am Ende des Buches sein Schicksal widerstandslos hinnimmt.





Meine Meinung zu Franz Kafka – Der Prozess:


Die muß ich leider ganz kurz halten. Auf der Rückseite steht das Kafka auf beispielhafte Weise die wesentlichen Existenzfragen des modernen Menschen neu formuliert hat. Ich gebe zu, ich habe nicht ganz gerafft, was der Autor mir sagen will.


Er ist für uns Leser nicht mit einer Schuld behaftet, er mag zwar Frauen und steigt allen nach, aber ihm deswegen den Prozeß zu machen wäre zuviel.


Auch die Anonymität des Gerichts wird mir nicht klar. Er wird zu einer Adresse geordert, wo er sich lange durchsuchen muß, bis er eine Versammlung findet und erst dort erfährt er, das ihm dort der Prozeß gemacht werden soll. Alles bleibt anonym und selbst vor diesem namenlosen Gericht, mit den vielen Schaulustigen wird ihm nicht gesagt, was er denn verbrochen habe. Sehr überheblich legt er seine Situation dar, die ihm später auch nachteilig ausgelegt werden wird.


Noch dubioser wird es, als er sich später mit dem Advokat zusammentut. Auch dieser kann ihm nichts konkretes sagen, aber hinter seinem kleinen Kämmerlein, geht es ebenso wie bei dem Maler direkt in das merkwürdige Adress- und Namenlose Gericht.


Der Maler offeriert ihm die 3 Möglichkeit die er hat: Freispruch: Den es aber nie geben kann. Dann eine zweitweise Freispruch, das ist eine Art Freispruch auf Bewährung und er muß diese Prozeßdur dann mehrmals durchlaufen, oder Verschleppung, das bedeutet er muß solange immer den Prozeß verschleppen und verlängern, das er nie richtig in Gange kommt.


Mittlerweile ist K. aber so weit, das er es weder versteht, noch akzeptiert und entsprechend alles schicksalsgebunden auf sich nimmt. Auch die letzte Machtdemonstration des Advokaten überzeugt ihn nicht und so wird er am Ende exekutiert.


Das ihm mehrmals gesagt wird, das an ihm die Schuld hafte und das er sterben müsse, ging mir durch. Ich wundere mich halt über diese Schreibweise, seitenlange Aufzählungen und Berichte die für mich ohne Inhalt sind. Aber wie erwähnt: Ich habe nur Realschulabschluß.


Auch die Anonymität der Gericht und die Willkür wann und wo so ein Prozeß ohne Anklage stattfindet, erinnert mich eher an die entlegensten Stellen Rußlands oder Nordkorea, als an einen zivilisierten Staat.


Kurzum es bleibt dabei, nach den ersten Seiten hatte ich noch Interesse warum K. der Prozeß gemacht wird, aber desto surrealer die ganze Geschichte wird, desto eher kann ich damit leben, das so ein Jahrhundertwerk eher für eine elitäre Gesellschaftsschicht geschrieben wurde und bitte dann können die sich damit rumschlagen und von mir auch im Abi im letzten Jahr analysieren.




Technische Details:


Getränkeliste: Kaffee 1x, Tee 3x, Wasser 1x


Sex, Drugs & Rock'n Roll: Pfeife 1x, Zigarre 1x, Stirnkuss 1x, Kuss 1x, Gesichtskuss 1x, Halskuss 3x, Handkuss 3x, Rückenkuss 1x


Leichen: Mann 1x, Frau 1x




Textprobe:


„Es hilft nichts“, fuhr K. Fort, „auch Ihr Heftchen, Herr Untersuchungsrichter, bestätigt, was ich sage.“ Zufrieden damit, nur seine ruhigen Worte in der fremden Versammlung zu hören, wagte es K. sogar, kurzerhand das Heft dem Untersuchungsrichter wegzunehmen und es mit den Fingerspitzen, als scheue er sich davor, an einem mittleren Blatte hochzuheben, so dass beiderseits die engbeschriebenen, fleckigen, gelbrandigen Blätter hinunterhingen.





Fazit zu Franz Kafka – Der Prozess:


Ein Buch für Intellektuelle oder vermutlich für den Deutsch Leistungskurs auf dem Gymnasium. Für einen normalen Menschen schwer zu lesen und leider nimmt das Interesse dann mit dem totalen abdriften ins Surreale komplett ab. Also für eine bestimmte sicherlich eventuell wie auch immer ein Jahrhundertwerk, für mich ehrlich gesagt ein Buch das ich jetzt mal gelesen habe und das war es dann auch.


Ich habe es nicht verstanden und bin auch kein Freund von seitenlangen Sätzen. Daher für mich definitiv nur ein Fall für Germanisten und für Menschen die deutlich schlauer sind als ich. Entsprechend auch nur enttäuschende 66 von 100 möglichen Punkten

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