Maze Runner

Jugendfilm goes on. Nach den Tributen und der Bestimmung geht es diesmal ins Labyrinth. Das Zielpublikum wird es mögen. Allerdings wird hier weniger erklärt, wer durchhält, wird aber auf die Fortsetzung warten

Vom Gefühl läuft nur Rotz im Kino. Der kleinste gemeinsame Nenner war dann heute Maze Runner. Der lief dann am 18.10.14 um 17 Uhr für reichlich teure 10 Euro im Cinedom zu Köln.




Zum Film Maze Runner – Die Auserwählten im Labyrinth:


Beginnt mit einem jungen der in einem Käfig aus der Tiefe nach oben fährt. Er muß sich übergeben, weiß nicht wer er ist und als dann endlich oben ist, ist er vom Licht geblendet, doch wer empfängt ihn?


Eine Gruppe Jugendlicher hilft ihm aus dem Käfig und er befindet sich – auf einer Lichtung! Die Jungs stellen sich ihm vor: Alle kamen mit dem Aufzug hoch, wußten nichts mehr, nicht mal ihren Namen und leben teilweise schon seit Jahren auf dieser Lichtung.


Sie haben sich Holzhütten gebaut und eigene Regeln aufgestellt. Eine lautet nicht in das mysteriöse Labyrinth zu gehen, was riesig und unheimlich vor der Lichtung steht.


Thomas -so fällt ihm sein Name ein- lernt schnell, das die Lage relativ aussichtslos ist und er einen Ausweg finden muß. Bereits am ersten Tag entscheidet er sich in das Labyrinth zu gehen und ist der erste der eine Nacht im Labyrinth überlebt.


Und er ist der erste der einen Griewer erlegt. Das sind mechanische Monster die die Jungs dezimieren, die es nicht mehr schaffen tagsüber aus dem Labyrinth zu schaffen.


Und es wird noch verrückter, schon am nächsten Tag kommt außerplanmäßig noch einmal der Käfig nach oben. Zum ersten mal liegt ein Mädchen drin. Dazu eine Botschaft: Dies ist die letzte.


Von jetzt an weiß Thomas, entweder sie finden einen Weg aus dem Labyrinth, oder sie sind auf ewig im Labyrinth gefangen. Doch bevor er sich auf dem Weg machen kann, schließt sich das Labyrinth nachts nicht und die Griewer schlagen zurück.....





Meine Meinung zu Maze Runner – Die Auserwählten im Labyrinth:


Das Prinzip ist aus Tribute von Panem und The Divergent bekannt: Man nehme ein bekanntes Jugendbuch, bzw eine Jugendbuch Serie. Suche junge relativ unbekannte Darsteller aus, scheue bei der Verfilmung nicht vor großen Budgets, Sets und ordentlich grausamer Action den jugendlichen Darstellern gegenüber und fertig ist der nächste Blockbuster.


Entsprechend kann man über die Tribute Filme, The Divergent die ja auch in Serie gehen sollen und den hier ein Ei schlagen: Hier wird nicht gekleckert, sondern geklotzt. Fette Bauten um das Labyrinth, hochdramatische Action, fiese CGI Kreaturen und natürlich schnelle Schnitte und ordentliches Ge- und Zermetzel unserer jungen Helden.


Als die Jungs sich auf der Lichtung zurecht finden müssen, kommt mir das ganze wie Herr der Fliegen vor. Die Stimmung der Jungs ist ungewöhnlich gereizt. Wenn man jedoch die psychologische Situation betrachtet, das Alleinsein und das geheimnisvolle tödliche Labyrinth, kann man das schon verstehen.


Allerdings bekommt Thomas relativ schnell in seinen Träumen Flashbacks und somit ist für den Zuschauer relativ schnell klar, das dies hier vergleichbar wie Cabin in the woods laufen wird.


Übehaupt neben den tollen Sets und den glaubwürdigen Darstellern vermiest einem relativ schnell die extrem vorhersehbare Handlung die Stimmung. Egal was Thomas auch macht, was die Gruppe entscheidet, was sie entdecken alles extrem vorhersehbar.


Aber jetzt kommt es: Das Ende ist jetzt nicht wirklich überraschend, allerdings passiert doch gerade in den letzten 15 Minuten so einiges, was ich so nicht erwartet hatte und das entschädigt doch für die lange Zeit fehlende Spannung.


Hintergründe über das Labyrinth und die Auswahl der Jungs werden nur angedeutet, das kann verwirren. Aber das ist ebenfalls weder bei Tribute noch bei Divergent geklärt.


Wer also eine weitere Jugendbuch Saga sehen will, die ohne Hintergründe zu klären, klar und groß ist, hat hier eine weitere handwerklich perfekte Inszenierung.


Meiner Frau und mir hat er unterm Strich aber nicht so toll gefallen, wir sind mit Mitte 40 aber auch schlichtweg nicht die Zielgruppe für diese neue Serie.


Kurzzusammenfassung zum „Labyrinth“: Es besteht aus riesigen Mengen von beweglichen Gesteins, die offensichtlich per mechanischem Mechanismus sich verändern. Nachts geht die Hauptpforte nach einem Windzug langsam zu und nachts kommen auch die Ungeheuer raus – die ebenfalls mechanisch sind. Dadurch das sich das Labyrinth verändert und die Ungeheuer nachts rauskommen, ist die Nacht im Labyrinth bis zum Auftauchen von Thomas tödlich.




Technische Details von Maze Runner – Die Auserwählten im Labyrinth:


http://themazerunnermovie.com/


USA /GB / CAN 2014 Jugend / Action / Endzeitfilm/ Thriller / Science-Fiction/ Mystery


Budget: 34 Millionen US Dollar, Einspiel bislang 75 Millionen US Dollar


deutscher Kinostart 16.10.2014, offizieller Starttermin 19.09.2014, Premiere 11.09.14


Länge 113 Minuten, FSK 12


Regie: Wes Ball


Dylan O’Brien: Thomas *26.08.91 New York bislang aus TV Serien Teen Wolf und New Girl bekannt

Kaya Scodelario: Teresa *13.3.92 London war u.a. 2009 in Moon und 2010 Kampf der Titanen


Thomas Sangster: Newt *16.5.90 London war u.a. 2003 Tatsächlich...Liebe, 2005 Eine zauberhafte Nanny


Will Poulter: Gally *28.01.93 London war u.a. 2010 in Die Chroniken von Narnia und 2013 Wir sind die Millers


Patricia Clarkson: Ava Paige *29.12.59 New Orleans war u.a. in 1987 Die Untouchables, 1999 The Green Mile, 2008 Vicky Christina Barcelona, 2010 Shutter Island







Fazit zu Maze Runner – Die Auserwählten im Labyrinth:


Wer Tribute und Divergent mochte, wird Maze ebenfalls mögen. Der Beginn einer neuen Jugendtrilogie die durch tolle Sets, brutale Action überzeugt, aber halt viele Fragen -bewußt- offenläßt.



62 von 100 möglichen Punkten


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