Peter Thiel - Zero to One

Der Paypal Gründer und Erstinvestor von Facebook gibt Einblicke in die intimen Details von Silicon Valley. Zielgruppe sollen Start Up Gründer sein. Er verspricht nichts - und das hält er auch.

Peter Thiel - Zero to One
Peter Thiel - Zero to One
Peter Thiel - Zero to One
Peter Thiel - Zero to One

Durch einen Handelsblatt Artikel bin ich auf Peter Thiel (mit Blake Masters) – Zero to One (Wie Innovation unsere Gesellschaft rettet) gestoßen. Bestellt, gelesen und jetzt von mir rezensiert.

 

 

 

Zum Äußeren von Peter Thiel (mit Blake Masters) – Zero to One (Wie Innovation unsere Gesellschaft rettet):

 

Das Hardcover Buch ist mit einem silbernen Einschlag versehen, darauf Autor, Titel und Verlag Campus.

 

Rückseite: Die Zukunft ist kein Kopie.

 

Wahre Innovation entsteht nicht horizontal, sondern sprunghaft – from Zero to One. Um die Zukunft zu erobern, reicht es nicht der Beste zu sein. Gründer müssen aus dem Wettkampf des Immergleichen heraustreten und völlig neue Märkte gewinnen. Silicon-Valley-Insider Peter Thiel, Supernase unter den Investoren, gibt eine Anleitung zum visionären Querdenken. Ein Appell für ein Start-Up der ganzen Gesellschaft!

 

„Dieses Buch liefert völlig neue und erfrischende Idee, wie man in der Welt Wert schöpft!“ Mark Zuckerberg, CEO von Facebook

„Wenn ein Risikoübernehmer ein Buch schreibt, lies es. Im Fall von

Peter Thiel lies es zweimal. Oder um sicher zu gehen, dreimal. Dies ist ein Klassiker.“ Nassim Nicholas Taleb, Autor von „Der schwarze Schwan“

 

ISBN Nummer, Barcode und Preis 22,99 Euro, www.campus.de

 

 

 

Zum Innenleben von Peter Thiel (mit Blake Masters) – Zero to One (Wie Innovation unsere Gesellschaft rettet):

 

Im Innenklappcover eine kurze Zusammenfassung der Inhalte

Errata: Ein Beileger wo 8 Korrekturen der Buchfassung korrigiert werden

 

Peter Thiel: Ist einer der innovativsten Unternehmer im Silicon Valley – und einer der reichsten dazu. Der erste Coup gelang ihm mit dem Start-Up Paypal. Thiel war der erste Investor bei Facebook, war Mitbegründer des Datenanalyse-Unternehmens Palantir Technologies, investierte bei Unternehmen wie SpaceX und Linkedin, vergibt Stipendien an Studienabbrecher mit Geschäftsidee und fördert über die Thiel Foundation Gründer im Technologiebereich. Kurz: ein Geschäftsmann mit Tiefgang (SZ)

Blake Masters ist Mitbegründer des Technologie-Start-up Judicata, hat in Stanford studiert und dort Thiels Vorlesungen gehört.

 

Die amerikanische Originalausgabe erschien 2014 bei Crown Business New York USA, Copyright 2014 by Peter Thiel

Auf Seite 5 ist das Inhaltsverzeichnis, das Buch geht mit einem Vorwort auf Seite 7 los und nach 14 Kapiteln kommt ein Ausblick,

Danksagung, Bildnachweis und das Register bis Seite 199.

 

Auf dem Heckinnenklappcover ist dann ein schwarz Weiß Foto des Autors mit den gleichen Angaben wie vorne im Buch.

 

 

 

 

Zum Buch Inhalt & eigene Meinung Peter Thiel (mit Blake Masters) – Zero to One (Wie Innovation unsere Gesellschaft rettet):

 

Kein Zweifel Thiel fährt sicherlich Mercedes. Wo ich bin ist vorn. Wer schon mal in eine Situation geriet wo ein Mercedes mit beteiligt war, weiß, das man hier weder auf Schilder oder sonstige rechtlichen Aspekte achten braucht: Der Mercedes Fahrer hat Vorfahrt.

 

Thiel ist sicherlich ein geschickter intelligenter nachdenklicher smarter und durchsetzungsfähiger Mann, mit allen Stärken & Schwächen die ein Mensch so hat. Das er uns an seinen Ansichten teilhaben läßt, das er praktische Tipps gibt, das er nicht vorgibt alles zu wissen, ist löblich.

 

Auf der anderen Seite kann man aber halt auch klar daraus hervorlesen, das er ein Mensch ist, der einige richtige Entscheidungen getroffen hat und das er auch schon mal Menschen getroffen hat, die ihn nicht hoffierten und mit denen er entsprechend auch gnadenlos in seinem Buch, wenig innovativ abrechnet. Aber das soll nicht das Thema sein.

 

Das ich mit so Belanglosigkeiten anfange läßt darauf schließen, das ich nicht sooo begeistert von dem Werk bin. Zum einen ist der Text auf der Rückseite sowas von dreist übertrieben das mir schon ein wenig übel wird. Das sein alter Kumpel Zuckerberg seicht lobt, macht ihn direkt sympathisch. Das aber ausgerechnet Taleb, dessen Schwarzen Schwan ich erst letzten Monat gelesen hatte, das als grandioses Meisterwerk hervorhebt, das man am besten 3x hintereinander liest, überrascht mich. Zumal ja Thiel mehrfach auf das von Taleb stark kritisierte Glockenturm Phänomen eingeht.

 

Nun denn kommen wir mal zum Buch und den Aussagen:

Die Kernaussage das wahre Innovation eine komplett neue Idee –eine vertikale Innovation- benötigt kommt sehr früh und das ist auch schon die Kernaussage des Buches. Allerdings auch eine komplett richtige. Und wichtige. Für mich nicht komplett neu, aber in der Konsequenz zu Ende gedacht, der absolut richtige Ansatz. Was für mich neu war (als Bänker glaubt man ja die Mär der Marktwirtschaft) das ein perfekter Wettbewerb schädlich ist, da dort ja niemand verdient und was schlußendlich dazu führt, das sich keiner traut vertikale Ideen zu entwickeln. So wichtig wie richtig und war. Also ein sehr starker Start in das Buch.

 

Anschließend widmet er sich noch mal genüßlich der Dotcom Blase um die Jahrtausendwende und als Insider kann er das sogar mit eigenen Erfahrungen würzen. Das ist erst mal interessanter als lehrreich bis er zu dem Schluß kommt, das die Blasenauflösung falsch interpretiert wurde. Sinngemäß: Es ist ja gut, das es so viele mutige und innovative Unternehmen gab. Falsch war lediglich die schnelle Profitgier von allen Marktteilnehmern, was die Gelder im dramatischen Sinne fehlallokierte.

 

 

Für mich eine neue Erkenntnis aber im Zusammenhang mit der ersten Erkenntnis der wichtigen vertikalen Ideen-Entwicklung nachvollziehbar.

 

Tja und ab da ging es für mich inhaltlich in dem Werk bergab. Über Themen wie „Die Ideologie des Wettbewerbes“, „Die Spur des Geldes“ bis zur „Nationalfarbe Grün“ schhießt Thiel ein Sammelsurium von Nerdgesteuerten Allmachtsphantasien ab, die mir Realschulbänker einfach schleierhaft sind. Der Gipfel war für mich persönlich die 7 wichtigen und richtigen Regeln die sein Freund Elon Musk bei Tesla eingehalten hat – und deshalb so erfolgreich war.

 

Exakt heißt es hier zu einem der 7 Punkte : Team – Teslas CEO ist ein hervorragender Ingenieur und Verkäufer. Es ist also nur folgerichtig, dass er ein Team zusammengestellt hat, das beides ausgezeichnet beherrscht. Elon beschreibt seine Mitarbeiter so: „Wer bei Tesla anfängt, muss sich klar sein, dass er bei der Elitetruppe ist. Bei Tesla sind wir einen Schritt besser als die anderen.“ Ich übersetz das mal von amerikanisch Business English ins handelsübliche Deutsch: Bei Tesla sind nur die geilsten Typen mit den härtesten und vor allem längsten Lanzen die zig mal können und nur reiner Arier produzieren. Puha so oder so ähnlich kann man das glaube ich interpretieren.

 

Das letzte Kapitel „Das Gründerparadox“ ist wie bei so vielen Paradoxen: Verrückt, aber es ist so. Und für die Leute die keine festen Bindungen haben, die keine familiären Verpflichtungen haben, die keine Ängste und nichts zu verlieren haben, kurz durchaus Interessenten für Start Up Gründer sind, ein wirklich hilfreiches und in meinen Augen wichtiges Kapitel, was man berücksichtigen sollte.

 

 

 

Fazit zu Peter Thiel (mit Blake Masters) – Zero to One (Wie Innovation unsere Gesellschaft rettet):

 

 

Sicherlich ist bei der Interpretation eines solchen Buches für einen solchen Preis auch eine eherhebliche Erwartungshaltung vorhanden. Und man kann Thiel beileibe nicht vorwerfen, das er uns das Ei des Columbus verspricht, oder uns zeigt wie man Stroh zu Gold spinnt. Auf der anderen Seite beschreibt er auch ausführlich, das es nicht Glück sondern Mut bedarf um ein erfolgreicher Unternehmer zu werden. Was sicherlich auch wahr sein kann – aber halt auch nicht muß. Und dafür das er so erfolgreich ist muß man ihn nicht beneiden, auf der anderen Seite sitzt er aber auch auf einem Roß und läßt uns Leser sein Refugium begutachten und ihm huldigen. Kurz mir ist das nach einem sehr starken Beginn mit echt neuen Erkenntnissen viel zu Selbstbeweihräuchernd und Pseudo Wissenschaftlich. Wobei ich ja nur Angestellter mit mittlerer Reife bin und vielleicht ja auch gar nicht in Gänze die Komplexität dieser neuen Weltanschauung verstehe. Zumindest finde ich seine 4 Endszenarien für sehr anschaulich und nehme dann auch gerne die letzte der 4 Visionen die er anbietet. 

 

Weil ich mir einfach davon mehr versprochen hatte nur 55 von 100 möglichen Punkten

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